Nach Zwangsräumungen von Immobilien US-Hausbesitzer bekommen Milliardenentschädigung

Die New Yorker Börse an der Wall Street. Opfer von Zwangsversteigerungen können nun in den USA mit Zahlungen von Banken rechnen.

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Opfer von Zwangsversteigerungen können in den USA mit Entschädigungen rechnen. Zehn Banken, die die Zwangsversteigerungen als Hypotheken-Dienstleister veranlassten, sollen nun 8,5 Milliarden Dollar zahlen.

Zehn Banken, die Zwangsversteigerungen als Hypotheken-Dienstleister in den USA veranlassten, haben sich nach Angaben der Regulierungsbehörde OCC zur Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar an die Geschädigten verpflichtet.

Die OCC verzichtet dafür auf eine Einzelüberprüfung der Zwangsversteigerungen, die sich als teuer und zu aufwendig erwiesen haben. Wie OCC und die US-Notenbank Federal Reserve mitteilten, stimmten sie der Einigung zu, um die Opfer schneller zu entschädigen. Nun können rund 3,8 Millionen Kreditnehmer mit einer Ausgleichszahlung rechnen, die bis zu 125.000 Dollar betragen kann - je nachdem, wie viele Fehler bei der Versteigerung gemacht wurden.

Die Regierung hatte die Dienstleister im April 2011 angehalten zu überprüfen, ob Tausende von Zwangsversteigerungen rechtmäßig waren oder ob den Betroffenen finanzieller Schaden durch Verfahrensfehler entstanden war.

Wie ein Inkasso-Büro

3,3 Milliarden Dollar fließen direkt an die betroffenen Hauseigentümer, 5,2 Milliarden Dollar in Form von Zinserleichterungen und Zinsnachlässen. Zu den zehn Banken, die sich auf den Vergleich einließen, gehören die Bank of America, Citibank, JPMorgan und Wells Fargo.

Sie hatten die Hypothekenkredite zumeist nicht selbst vergeben, sondern fungierten als Dienstleister für die Kreditgeber. In dieser Funktion kümmern sie sich - ähnlich wie ein Inkasso-Büro - um die Eintreibung der Forderungen, neue Zahlungspläne, Steuerzahlungen bis hin zur Zwangsversteigerung des Hauses, wenn der Eigentümer nicht mehr zahlen kann.

Die Citibank teilte mit, im vierten Quartal im Zusammenhang mit der Einigung bei den Zwangsversteigerungen eine Belastung in Höhe von 305 Million Dollar vor Steuern zu verbuchen. Bei der Bank of America ist die genaue Summe noch nicht bekannt.