H&M plant weitere unkonventionelle Kooperationen mit Modeschöpfern. Im November hatte sich die Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld als voller Erfolg erwiesen.
Im November hatte H&M durch eine mit großem Werbeaufwand begleitete Kooperation mit dem Modeschöpfer Karl Lagerfeld Schlagzeilen gemacht. Innerhalb von wenigen Tagen war die Kollektion ausverkauft. H&M verdankte dieser Zusammenarbeit ein Umsatzplus von 24 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.
Kunden reißen sich in einer Frankfurter H&M-Filiale um die Lagerfeld-Kollektion. (© Foto: AP)
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Das Unternehmen schließt nicht aus, dass es in Zukunft weitere unkonventionelle Kooperationen mit Modeschöpfern geben könnte. Karl Lagerfeld indessen monierte, dass große Größen, die er persönlich nicht möge, verkauft wurden, und kritisierte, dass das gesamte Angebot zu knapp bemessen gewesen sei. Er nannte das "Snobismus im Antisnobismus".
Der Deutschland-Chef von Hennes&Mauritz, Hans Andersson, räumte ein, dass man das Dreifache der Kollektion hätte verkaufen können.
Hohe Gewinnmargen in Nordeuropa
Trotzdem kann sich H&M über den Verlauf des Jahres 2004 nicht beschweren. Am höchsten waren die Gewinnmargen in Nordeuropa, während in den USA, wo Hennes&Mauritz in den vergangenen Jahren mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen hatte, immerhin die Gewinnschwelle erreicht wurde.
Der deutsche Textilmarkt litt 2004 unter einer allgemeinen Schwäche, brachte aber trotzdem Zuwächse für Hennes&Mauritz. Die Schweden eröffneten 24 neue Läden und übernahmen zehn Geschäfte der Kette GAP, die sich ebenso wie Lindex im vergangenen Jahr aus Deutschland zurückziehen musste.
In Deutschland weiter auf Expansionskurs
Nach eigener Auskunft hält der schwedische Konzern in Deutschland 3,5 Prozent des Textilmarktes und will weiter expandieren. In Schweden, dem zweitgrößten Markt von H&M, hat der Konzern zwölf Prozent Marktanteile. 2005 will H&M weltweit 140 neue Läden eröffnen, in Irland und Ungarn wird es die ersten Hennes&Mauritz-Geschäfte geben.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak