Nach Kursrutsch China stoppt Notbremse gegen Börsencrashs

  • Chinas Börsenaufsicht setzt eine erst seit Januar 2016 gültige Regelung vorerst außer Kraft.
  • Der Mechanismus hatte den Handel für den Rest des Tages unterbrochen, wenn die Kurse um mehr als sieben Prozent einbrachen.

Die chinesische Börsenaufsicht CSRC will den Handel künftig bei Kursschwankungen nicht mehr automatisch aussetzen. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. In den vergangenen Tagen war der Handel nach heftigen Kursturbulenzen zweimal automatisch beendet worden.

Die Kursstürze in China hatten auch an anderen Börsen weltweit für Verluste gesorgt. Experten hatten die automatische Handelsaussetzung kritisiert. Der Mechanismus habe nicht den gewünschten Effekt gehabt, hieß es in der Mitteilung. Zudem wurde betonte, dies sei nicht der Hauptgrund für den Börsensturz gewesen.

In Shanghai war der Handel wegen eines siebenprozentigen Kursrutsches am Donnerstag nach nur einer halben Stunde automatisch abgebrochen worden. Auch am Montag waren Chinas Börsen schon einmal um sieben Prozent abgestürzt und der Handel automatisch gestoppt worden.

China hatte den Mechanismus nach schweren Börsenturbulenzen im Sommer 2015 eingeführt, er war erst zum Januar 2016 in Kraft getreten.

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