Nach Insolvenz Weltbild und Hugendubel trennen sich

Es geht um Tausende Arbeitsplätze. Nach acht Jahren Kooperation trennen sich der Weltbild-Verlag und Hugendubel wieder voneinander. Der Insolvenzverwalter hofft, dadurch leichter Geldgeber zu finden.

Weltbild und die Buchhändlerfamilie Hugendubel gehen nach achtjähriger Kooperation wieder getrennte Wege. Der Schritt kommt sechs Wochen nach der Insolvenz der Verlagsgruppe Weltbild. Er soll helfen, das katholische Unternehmen zu retten und Arbeitsplätze zu erhalten.

Die etwa 300 bislang gemeinsam unter dem Dach der Finanzholding DBH betriebenen Buchhandlungen werden aufgeteilt, gibt Weltbild bekannt. "Unsere Mitarbeiter werden ihr Geld pünktlich zum Monatswechsel auf dem Konto haben. Für unsere Kunden ändert sich nichts", sagt der Vertriebsgeschäftsführer von Weltbild Plus, Hans-Jürgen Junker.

Für den Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wird es damit einfacher, Geldgeber für Weltbild zu finden, weil nun auch das eigene Filialgeschäft wieder allein in der Hand des Verlages liegt. Vor wenigen Tagen hatte Geiwitz per Gerichtsbeschluss erwirkt, dass der bisherige Geschäftsführer Carel Halff abserviert wurde - und Geiwitz nun allein entscheiden kann.

Weltbild gehört zwölf katholischen Bistümern und dem Verband der Diözesen Deutschlands. Das Unternehmen hat 6800 Mitarbeiter.

Am 10. Januar meldete das Unternehmen Insolvenz an. Mehrere Bistümer stellen Notkredite zur Verfügung.