Nach Explosion der "Deep Water Horizon" BP-Partner Transocean zahlt Milliardenstrafe wegen Ölkatastrophe

Die Auswirkungen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Bay Jimmy im US-Bundestaat Louisiana im Juni 2010. 

(Foto: dpa)

Erst British Petrol, nun Transocean. Fast drei Jahre nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko hat der Plattformbetreiber Transocean einen Milliardenvergleich mit der US-Regierung geschlossen.

Wie bereits BP zahlt auch Partner Transocean eine Milliardenstrafe wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Das Schweizer Unternehmen werde insgesamt 1,4 Milliarden Dollar (1,06 Mrd Euro) Strafe zahlen, teilte das Justizministerium in Washington mit. Der Tiefsee-Spezialist habe ein Schuldbekenntnis unterschrieben, das noch von einem Gericht in New Orleans abgesegnet werden müsse.

Transocean hatte die vom britischen Ölkonzern BP geleaste Plattform "Deepwater Horizon" betrieben, die im April 2010 im Golf von Mexiko gesunken war. Bei dem Unglück starben elf Menschen.

Aus einem Leck in 1500 Meter Tiefe waren insgesamt bis zu 780 Millionen Liter Erdöl ins Meer gelaufen. Mehr als 1000 Kilometer Küste in den US-Südstaaten wurden verschmutzt. Transocean wurde eine Mitschuld an der Katastrophe gegeben.

Das Unternehmen muss deshalb eine Milliarde Dollar für die Gewässerverunreinigung zahlen und 400 Millionen Dollar Strafe für kriminelle Handlungen. Im vergangenen November hatte sich BP mit dem Justizministerium auf eine Strafzahlung von 4,5 Milliarden Dollar geeinigt. Zudem muss sich der Ölkonzern auf weitere zivilrechtliche Forderungen einstellen.