Vier Jahre nach der Übernahme neigt sich die Zerstückelung des Düsseldorfer Traditionskonzerns dem Ende zu.
Wer der Frage nachgeht, was aus den einzelnen Mannesmann-Töchtern und den Mitarbeitern des übernommenen Traditionskonzerns geworden ist, hat es nicht leicht.
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"Das wollten schon viele herausfinden, haben es aber nicht geschafft", entmutigt Horst A. Wessel, Chef des Mannesmann-Archivs in Mülheim an der Ruhr und damit sozusagen das wandelnde Gedächtnis des Konzerns.
Das liegt daran, dass der Konzern mit seinen etwa 140.000 Beschäftigten in diverse Konzerne aufgegangen ist und die Aufteilung noch andauert. Erst Anfang dieses Monats verkaufte der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) eine frühere Mannesmann-Tochter, den Koblenzer Autozulieferer Stabilus.
Atecs ging an Siemens
Außerdem will KKR offenbar auch den Schweizer Hersteller von Elektrizitäts- und Wärmezählern Landis&Gyr veräußern. Betroffen wären zusammen 6.300 Ex-Mannesmänner.
Bereits kurz nach der Übernahme durch den britischen Mobilfunk-Konzern Vodafone im Frühjahr 2000 ging der Industriezweig Atecs mit 9.0000 Beschäftigten an Siemens. Davon blieb der Autozulieferer VDO bei den Münchnern, Bosch übernahm die Steuerungstechnik von Rexroth und der Autoteilespezialist Sachs landete bei ZFFriedrichshafen.
Damit ist die Zerstückelung längst nicht umfassend beschrieben, aber verwirrend genug. Klar dagegen ist, dass Vodafone der Rechts-nachfolger Mannesmanns ist.
Das zog für die Briten unter anderem die ungeahnte Konsequenz nach sich, dass sie sich nun mit Fragen der Zwangsarbeit im Dritten Reich oder Bergbau-Schäden durch Steinkohle-Abbau beschäftigen müssen.
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Demonstrationen in Hamburg