Beim Essener Sicherheitsdienst Arnolds sind laut Geständnissen der Firmenchefs Gelder in zweistelliger Millionenhöhe veruntreut worden.
Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter des nach eigenen Angaben größten privaten Sicherheits-Anbieters hätten sich freiwillig gestellt und gegenüber der Staatsanwaltschaft bereits einen Fehlbetrag von rund 16,5 Millionen Euro eingeräumt, berichtete ein Polizeisprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ/Mittwochsausgabe).
Ausschnitt der Internetseite des Unternehmens. (© )
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Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab. Die beiden Männer im Alter von 61 und 39 Jahren, bei denen es sich um Vater und Sohn handelt, seien ebenso wie der dritte verantwortliche Geschäftsführer des Unternehmens (46) vorläufig festgenommen worden. Die Männer sollen noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.
Gegen die Verantwortlichen des Essener Unternehmens sei bereits seit Juni ermittelt worden, so die Polizei. Für Anfang September seien Durchsuchungen geplant gewesen, denen die Männer mit ihrem Auftritt bei der Staatsanwaltschaft am späten Dienstagnachmittag zuvorgekommen seien.
Das Unternehmen Arnolds Sicherheit beschäftigt rund 2100 Mitarbeiter unter anderem an den Standorten Essen, Dortmund, Düsseldorf, Hamm und Köln. Die Firma ist in den Bereichen Bewachung, Geld- und Wertdienste, Revier- und Kurierdienste sowie Gleisbausicherung tätig. Am Standort Essen betreibt das Unternehmen zusätzlich eine Sportmarketing-Agentur.
Bereits vor sechs Monate war das Geldtransportunternehmen Heros aufgeflogen: Dort entstand durch Veruntreuung ein Schaden von rund 400 Millionen Euro.
(dpa)
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