Nach Boeing-Pannenserie Erster Dreamliner-Testflug verläuft ohne Probleme

Zwei Stunden und 19 Minuten ist die Maschine in den Lüften Seattles unterwegs: Der erste Dreamliner-Testflug nach dem Auslieferungsstopp geht ohne Zwischenfälle zu Ende.

Der Dreamliner von Boeing hat seinen ersten Testflug nach den Batterie-Pannen ohne besondere Vorkommnisse gemeistert. Der US-Flugzeugbauer teilte am Samstag mit, eine Testmaschine vom Typ 787 sei in Seattle gestartet und nach zwei Stunden und 19 Minuten dort wieder gelandet.

Die 13-köpfige Besatzung sammelte währenddessen Daten über die Leistung der Flugzeug-Batterie unter normalen Flugbedingungen, wie Boeing-Sprecher Marc Birtel erklärte. Der Flug sei "ereignislos" verlaufen, teilte Birtel mit.

Die nächsten Testflüge sollen Anfang der neuen Woche stattfinden. Alle 50 ausgelieferten Dreamliner sind seit etwa drei Wochen auf Anordnung der Behörden am Boden. Grund dafür sind Probleme mit Batterien, die zum Teil in der Luft in Brand geraten waren. Die Ursache dafür ist noch ungeklärt. Boeing hatte die Behörden um eine Sondergenehmigung für Testflüge gebeten, um mehr Daten zu den pannenanfälligen Batterien zu sammeln.

Das Flugverbot kostet die betroffenen Airlines Millionen. Der Chef von International Airlines Group (IAG), Willie Walsh, sagte bei einer Veranstaltung in Dublin, er halte den Dreamliner trotz der Probleme für "ein fantastisches Flugzeug". IAG gehe davon aus, Ende Mai den ersten der 24 bestellten Dreamliner in Empfang zu nehmen. "Wir stehen hinter den Bestellungen, die wir bei Boeing in Auftrag gegeben haben", sagte er.

Dennoch geht er davon aus, dass Boeing noch lange brauchen werde, um die Probleme in den Griff zu bekommen: "Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, denn sie werden das Batterie-System in irgendeiner Form neu gestalten müssen, und ich denke, das wird einige Monate dauern", sagte Walsh. IAG entstand aus der Fusion von British Airways und Iberia.