Montagsinterview mit Ingo Kramer "Unrealistisch bis zum Gehtnichtmehr"

Drei Dinge, die Deutschland nach Meinung von BDA-Präsident Ingo Kramer braucht: mehr Geduld mit den Flüchtlingen, mehr Ausnahmen vom starren Acht-Stunden-Tag und eine längere Lebensarbeitszeit. Aber: "Das allein reicht nicht."

(Foto: imago)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt vor zu hohen Erwartungen in der Flüchtlingsfrage. Gleichzeitig empfiehlt er noch mehr Zuwanderung.

Interview von Detlef Esslinger und Cerstin Gammelin

Wenn er nicht gerade in Berlin ist, gibt BDA-Präsident Ingo Kramer Interviews gern im Haus der Bremer Unternehmensverbände, beim Hauptbahnhof. Ein holzvertäfelter Raum und eine Wanduhr, die zur vollen Stunde eine lange Melodie spielt - daran hat sich nichts geändert, seit die SZ vor einem Jahr das letzte Mal zu Gast war. Und auch das Thema, mit dem das Gespräch beginnt, ist dasselbe wie damals.

SZ: Herr Kramer, vor einem Jahr haben Sie recht euphorisch die vielen Flüchtlinge als Bereicherung ...