sueddeutsche.de: Wie stark hat das MON810-Verbot Monsanto bislang geschadet?
Ursula Lüttmer-Ouazane ist seit 2006 Nordeuropa-Chefin des US-Agrarkonzerns Monsanto. (© Foto: oh)
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Lüttmer-Ouazane: Natürlich ist die Situation nicht schön. Jede nicht verkaufte Einheit bedeutet für uns keine Gewinne und für den Landwirt erst recht nicht. Den drei Unternehmen, die MON810 in Deutschland vermarkten, ist so ein Schaden von mindestens einer halben Million Euro entstanden. Aber deshalb werden wir unsere Strategie nicht ändern.
sueddeutsche.de: Wenn der Name Monsanto fällt, dann denkt man sofort an das umstrittene Pflanzenschutzmittel Roundup und an die Verwicklungen im Vietnamkrieg, als Monsanto dem US-Militär das giftige Entlaubungsmittel Agent Orange lieferte. Hat Ihr Konzern kein Akzeptanzproblem wegen Genpflanzen, sondern vielmehr ein Vertrauensproblem?
Lüttmer-Ouazane: Das ist kein spezielles Problem von Monsanto. Alles was groß ist, ist verdächtig. Und alles, was eine gewisse Marktstellung hat.
sueddeutsche.de: Wollen Sie Mitleid dafür?
Lüttmer-Ouazane: Das nicht. Aber ich will auch sagen dürfen, dass nicht nur Monsanto im Vietnamkrieg den erwähnten Wirkstoff geliefert hat. Da waren auch andere Konzerne beteiligt. Losgelöst davon besteht aber ganz besonders in Deutschland ein latentes Misstrauen gegenüber Großunternehmen.
sueddeutsche.de: Liegt das nicht vielmehr an Fakten? Ein Imker musste die gesamte Honigproduktion eines Jahres vernichten, weil sich darin Spuren von MON810 fanden.
Lüttmer-Ouazane: Es gibt kein Urteil, das ihn dazu gezwungen hätte. Ich glaube, er hat den Honig vernichtet, um Medienresonanz zu bekommen. Und das ist ihm ja offenbar gelungen.
sueddeutsche.de: Sie unterstellen dem Imker, er lügt?
Lüttmer-Ouazane: Es gibt in Deutschland weder ein Urteil noch eine behördliche Anordnung, die einen Imker dazu verpflichten würde, Honig, der Spuren von gentechnisch veränderten Pollen enthält, zu vernichten. Zudem beweist der Imker seine Aussagen nicht. Er vernichtet die Gläser.
sueddeutsche.de: Hinter diesem Fall steht doch eine grundsätzliche Frage: Wie kann verhindert werden, dass Gen-Pollen auf andere Pflanzen übergehen?
Lüttmer-Ouazane: Dafür hat der Gesetzgeber eine eindeutige Regelung geschaffen. Die Vermischung muss minimiert werden. Ausschließen kann man so etwas nie. Schließlich befinden wir uns in freier Natur und nicht in einem klinisch sauberen Raum.
sueddeutsche.de: Denjenigen, die keine Spuen von genveränderten Organismen in ihren Pflanzen haben wollen, nützt das wenig.
Lüttmer-Ouazane: Das ist doch eben durch entsprechende Abstandsregeln geklärt, dass es dazu nicht kommt. Sollte es Einzelfälle geben, muss man in diesen weitersehen und Lösungen finden.
sueddeutsche.de: In diesem Jahr sollte auf einem Prozent der deutschen Mais-Anbaufläche Ihr Genmais wachsen. Dieses Ziel haben Sie grandios verfehlt. Werden Sie jetzt vorsichtiger?
Lüttmer-Ouazane: Die Ziele bleiben, nur die Zeitpläne verschieben sich. Europa bleibt für uns wichtig. In Tschechien und Polen haben wir viel ambitioniertere Ziele. Wenn Sie aber von einem Prozent sprechen, dann ist das ein sehr ambitioniertes Ziel, welches wir nicht formuliert haben.
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(sueddeutsche.de/tob/mel/cmat)
Whitney Houston ist tot
"Immer heißt es: Lieber tun wir etwas nicht, bevor wir nicht wissen, was es in letzter Instanz bedeutet. "
Ohh, wie schlimm! Der einfache Bürger nennt so ein Verhalten ja möglicherweise Klugheit, wenn er zuerst wissen möchte, ob er von diesem Mist möglicherweise Hörner oder Darmkrebs bekommt.! Bei Monsanto und seinen Freunden fällt das vermutlich eher unter die Rubrik "Geschäftschädigend", denn sterben müssen wir ja eh alle. Warum soll dann nicht vorher noch ein kleiner Profit für Monsanto dabei rausschauen.
Der Genmais (oder dessen Anbau in der EU) ist im Grunde ja nur ein Puzzleteil des ganzen Machtgebildes was Monsanto anstrebt.
Jegliche "Produkte" die Monsanto anbietet sind lediglich dazu da um ihre Kunden also die Bauern dieser Welt in eine immer größere Abhängigkeit zum Konzern selber hinzuführen. Da werden natürliche Eigenschaften von Pflanzen, Samen weggezüchtet oder unnatürliche hinzugefügt. Beispiel: die Zerstörergene - Weizen der nicht mehr keimfähig ist - wozu? Nur damit der Bauer im nächsten Jahr wieder Saatgut bei M. kaufen muss! Dinge die uns seit Menschengedenken uns von der Natur GESCHENKT wurden sollen jetzt auf einmal bezahlt werden????
Was lässt sich Monsanto als nächstes einfallen? Legehühner mit weggezüchteten Beinen? Zum Eierlegen brauchts ja keine Füße. Schweine ohne Kopf? Für Schinken brauchts doch keine Augen, Ohren, oder...
Alles was ich bisher über Monsanto in Erfahrung gebracht habe beweist immer mehr wie pervers und krank dieser Konzern und deren Führungsriege eigentlich ist. Nicht Genmais müsste verboten werden sondern dieser gesamte Konzern!
Und dieses Interview beweist mal wieder wie gegen Kritiker vorgegangen wird: Diffamieren, unglaubwürdig machen, ins lächerliche ziehen und sich selber immer als die Gönner und Guten hinstellen.
Es ist zum schreien wie schlichtweg falsche behauptungen immer wieder gebracht werden - es ist absoluter blödsinn, das monsanto für wenn es dann wirklich dazu käme ausgekreuzten MON810 bei dritten lizenzgebühren eintreiben könnte!
Genau so ist es ein falsch das monsanto ein patent auf bestimmte gene nehmen wollte, monsanto wollte - zu recht - ein patent auf eine bestimmungsmethode für die potenz dieses gens... O_o
Es macht einfach keinen sinn mit menschen zu diskutieren die einer ideologie hinterherrennen und das dann meinung nennen! :-(
Soso, eine Auskreuzung ist also ausgeschlossen......oder fast....oder doch unwahrscheinlich.... oder selten...... oder nicht ganz so häufig.....? Und für Monsanto wäre der Mais dadurch wertlos? Holla, Mansanto kann dafür Lizenzgebühren verlangen, selbst wenn der Bauer gar nichts dazu kann.
Schon vergessen? Monsanto wollte sogar ein Patent auf bestimmte Gene von Schweinen, die würden sich das schön bezahlen lassen.
Und dieses Enzym ist also unschädlich? Wo ist das bewiesen? Wie lange liefen die Tests, welche Langzeitwirkungen haben diese eingebrachten Enzyme?
Nochmal:
Lüttmer-Ouazane: Die Vermischung muss minimiert werden. Ausschließen kann man so etwas nie. Schließlich befinden wir uns in freier Natur und nicht in einem klinisch sauberen Raum.
Ein Bauer, der keinen Genmais will, muß sich also damit abfinden, weil Monsanto seinen Mais in Deutschland verkaufen will?
..und zum thema der enzymatischen aufspaltung:
es gibt genuegend laborversuche an ratten, die beweisen, dass genmanipulierte nahrung den organismus eben doch beeinflusst. warum, wieso, weiss man noch nicht. oder muss man dass jetzt nicht nur wissenschaftlich aufzeigen und beweisen, sondern auch noch begruenden, um monsanto das handwerk zu legen?
Paging