Mitfahrzentrale BlaBlaCar wird in Deutschland kostenpflichtig

  • Kunden des Mitfahrzentralen-Marktführers Blablacar müssen von 2016 an auf bestimmten Strecken eine zusätzliche Gebühr bezahlen.
  • Eine durchschnittliche Langstrecke soll zwei bis drei Euro teurer werden.

Die Mitfahrzentrale BlaBlaCar will von 2016 an ein Online-Bezahlsystem und Gebühren einführen. Das sagte Geschäftsführer Olivier Bremer der Berliner Zeitung. Die Gebühren würden von der Länge der Strecke abhängig sein. Auf einer durchschnittlichen Langstrecke - etwa von Hamburg nach Köln - sollen Mitfahrer zwischen zwei und drei Euro an BlaBlaCar zahlen.

Mit dem Online-Bezahlsystem will das Unternehmen schon ab Januar starten. Es soll zunächst aber nur auf ausgewählten Strecken verfügbar sein. Mitfahrer können per Kreditkarte oder über den Bezahldienst Paypal zahlen. Erst wenn die Umstellung der gesamten Mitfahrzentrale auf das Online-Bezahlsystem erfolgt ist, sollen auch Gebühren erhoben werden - voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres, hieß es.

In der Vergangenheit protestierten Nutzer gegen Gebühren

BlaBlaCar aus Frankreich hatte im April den deutschen Rivalen carpooling.com übernommen, der die Internetportale mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de betreibt. Als die Plattform mitfahrgelegenheit.de Gebühren einführte, protestierten die Benutzer. BlaBlaCar-Geschäftsführer Olivier Bremer sagte dazu, die Nutzer würden vom Online-Bezahlsystem profitieren, da es zu mehr Zuverlässigkeit führe. In Frankreich habe sich nach Einführung eines solchen Systems im Jahr 2012 die Zahl der Nutzer verfünffacht.

Die Umstellung sei nötig, um das Mitfahren auf einer Ebene mit Bus und Bahn zu etablieren, hieß es weiter. "Wir passen uns mit der Online-Zahlung dem an, was Reisende von der Bahn und Fernbussen ohnehin kennen", sagte Bremer.