Milliardenübernahme auf Spirituosen-Markt Schweppes-Hersteller kauft Jim Beam

Zum Beam-Konzern gehören Marken wie Jim Beam, Canadian Club oder Laphroaig Scotch Whisky.

Limonade und Whiskey gehören jetzt zusammen: Der japanische Getränkekonzern Suntory, der Orangina und Schweppes produziert, übernimmt den amerikanischen Beam-Konzern für 16 Milliarden US-Dollar. Die Aktionäre des Whiskey-Produzenten sind begeistert.

Orangina und Red Label, Cognac und Bitte Lemon - der Getränkekonzern Suntory mischt etwas zusammen. Das japanische Unternehmen Sinn, zu dem unter anderem der Limonadenhersteller Orangina Schweppes gehört, übernimmt den amerikanischen Whiskey-Produzenten Beam. Zum Konzern gehören bereits Marken wie Jim Beam, Canadian Club oder Laphroaig Scotch Whisky.

Die Übernahme solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Vorstände hätten dem Vorhaben jeweils zugestimmt, es stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Regulierungsbehörden und der Beam-Aktionäre.

Der Kaufpreis setzt sich aus 13,6 Milliarden Dollar in bar und der Übernahme von Schulden zusammen. Je Aktie zahlt Suntory 83,50 US-Dollar. Dies entspricht einem Aufschlag von 25 Prozent zum Schlusskurs der vergangenen Woche.

Suntory war erst im vergangenen Sommer an die Börse gegangen. Mit dem Milliarden-Deal steigt der Konzern zum weltweit drittgrößten Spirituosenkonzern auf. Da die Verbrauchernachfrage in Japan schwächelt, kauft der Konzern aus Osaka im Ausland ein. Im September übernahm Suntory für 1,6 Milliarden Euro Softdrink-Geschäfte des britischen Pharmaherstellers GlaxoSmithKline. Dazu gehören Sport- und Energydrinks sowie Ribena-Fruchtsäfte.

Am Aktienmarkt reagierten Investoren mit Kaufordern auf die Pläne: Der Kurs des Beam-Papiers stieg vorbörslich um 25 Prozent.