Die US-Brauerei Anheuser-Busch versucht eine Übernahme durch den belgischen Beck's-Hersteller InBev zu verhindern. Das Angebot der Belgier soll abgelehnt werden.

Der Budweiser-Brauer Anheuser-Busch wehrt sich gegen die drohende Übernahme durch den belgischen Beck's-Besitzer InBev. Eine mit der Situation vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der US-Konzern werde das Übernahmeangebot von 46 Milliarden Dollar als zu niedrig ablehnen.

Budweiser-Produzent Anheuser-Busch will sich nicht von InBev überfahren lassen. (© Foto: AP)

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Das Wall Street Journal berichtete, Anheuser werde einen eigenen Umstrukturierungsplan vorlegen. Dazu gehören nach Informationen der New York Times Stellenstreichungen, die zu Einsparungen von 500 Millionen Dollar beitragen sollen, sowie der Verkauf von Geschäftsfeldern.

Höheres Angebot - oder feindliche Übernahme

InBev hat sein Angebot vor zwei Wochen vorgelegt, bislang aber von Anheuser keine Antwort erhalten. Der belgische Konzern würde mit dem Kauf zur weltgrößten Brauerei aufsteigen.

Die Belgier, zu deren Markenpalette auch Franziskaner, Löwenbräu und Diebels gehören, werden sich nach Ansicht von Experten von einer Ablehnung nicht beirren lassen und die Übernahme weiter verfolgen. Sie dürften in diesem Fall entweder ihr Angebot erhöhen oder eine feindliche Übernahme starten, indem sie sich direkt an die Anheuser-Aktionäre wenden, hieß es.

Experten hatten bereits mit dem Widerstand der bislang tonangebenden Gründerfamilie gerechnet. Zweitgrößter Anteilseigner bei Anheuser ist mit fünf Prozent die Gesellschaft des US-Milliardärs Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Buffett sagte Reuters, er habe bislang noch keine Stellung bezogen und wies damit Medienberichte zurück, er unterstütze eine Übernahme. Das InBev-Angebot entspricht einem Aufschlag von knapp einem Viertel auf den Aktienkurs vor Bekanntwerden der Übernahmepläne.

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(sueddeutsche.de/Reuters/jkr/tob)