Die große Mehrheit der Deutschen ist offenbar bereit, für Milch mehr zu zahlen - aber nur, wenn der Aufpreis in voller Höhe an die Bauern geht.

In einer Forsa-Umfrage für das Magazin stern erklärten 88 Prozent der Befragten, sie hätten Verständnis dafür, wenn der Milchpreis um zehn Cent steigen würde.

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Diese zehn Cent müssten allerdings den Milchbauern zugutekommen. Neun Prozent der Befragten sagten, sie hätten kein Verständnis für höhere Milchpreise.

Drei Prozent antworteten mit "weiß nicht". Für die repräsentative Studie befragte Forsa am 2. Juni 1001 Bundesbürger.

Keine Gefahr für die Milchversorgung

Unterdessen sieht der Einzelhandel keine Gefahr mehr für die Versorgung der Verbraucher mit Milch. "Die Versorgung war gestern in der Tat ins Stocken geraten in Folge der illegalen Blockade der Molkereien. Diese Blockaden sind aber aufgelöst", sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Mittwoch dem Sender N24.

Die aktuellen Protestkundgebungen der Bauern vor einzelnen Handelszentralen hätten mit der Versorgung der Läden nichts zu tun.

"Diese Demonstrationen machen keinen Sinn. Aber sie gefährden auch nicht die Versorgung der Supermärkte", sagte Pellengahr. Er forderte, die Landwirte müssten das Problem der Überproduktion in den Griff bekommen. "Dann sorgt der Markt ganz alleine dafür, dass die Preise steigen."

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(sueddeutsche.de/dpa/AP/hgn/jkr)