Da Microsoft seinen Konkurrenten beim Betriebssystem Windows nicht genügend Software-Schnittstellen zur Verfügung stellt, will die EU nun härter gegen den US-Konzern vorgehen.
Die EU-Kommission drohte dem US-Unternehmen am Donnerstag in Brüssel eine tägliche Geldbuße in Höhe von zwei Millionen Euro an.
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Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wirft dem Konzern vor, seinen Wettbewerbern gemäß einer Entscheidung der EU-Kommission nach wie vor nicht ausreichend Software-Schnittstellen zur Verfügung zu stellen.
Wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung hatte die EU-Kommission im März 2004 ein Rekordbußgeld gegen Microsoft von 497 Millionen Euro verhängt. Die Behörde forderte das Unternehmen auf, sein Betriebssystem Windows künftig auch ohne Media Player anzubieten und der Konkurrenz bestimmte Software-Schnittstellen zur Verfügung zu stellen.
Noch Zeit zur Stellungnahme
Kroes sagte: "Ich habe Microsoft jede Gelegenheit gegeben, die Auflagen zu erfüllen." Nun bleibe der Kommission nichts anderes übrig, als auf diesem Weg zum Ziel zu kommen.
Die Kommission stützt sich auf zwei unabhängige Berichte über das Verhalten des Unternehmens. Microsoft hat nun Zeit zur Stellungnahme. Sollte das Unternehmen die Kommission nicht überzeugen, wäre die tägliche Geldbuße die Konsequenz.
Im September hatte Microsoft beim Europäischen Gerichtshof Berufung gegen eine Entscheidung der EU eingelegt. Das Gericht nahm die Klage an, forderte den Konzern bis zu einem Urteil aber auf, die Auflagen der EU-Kommission zunächst zu erfüllen.
(dpa/AP)
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