Microsoft auf Raubzug im Internet: Nach der Beteiligung an Facebook will der Softwareriese nun für fast 45 Milliarden Dollar Yahoo kaufen - um endlich ein echter Konkurrent für Google zu werden.
Diese Woche war schlecht für Jerry Yang, den legendären Gründer und Noch-Vorstandschef des amerikanischen Internetriesen Yahoo. Erst musste er relativ schwache Geschäftszahlen verkünden und einen Börsensturz erleben - und nun kommt ein Übernahmeangriff von Bill Gates: Der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft will für knapp 45 Milliarden Dollar Yahoo kaufen und greift damit frontal den Suchmaschinen-Primus Google an.
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Die Übernahme wäre eine der bislang größten in der Branche. Das Angebot vom Freitag bietet den Yahoo Aktionären einen Aufschlag von 62 Prozent auf den letzten Kurs. Microsoft und Yahoo konnten bisher bei der boomenden Internet-Werbung und im Suchmaschinengeschäft nicht zum Branchenführer Google aufschließen.
Das Angebot von 31 Dollar je Aktie bewertet Yahoo mit 44,6 Milliarden Dollar, gab der Windows-Hersteller bekannt. Microsoft und Yahoo hatten bereits vor gut einem Jahr über eine Zusammenarbeit gesprochen bis hin zu einer möglichen Fusion.
Mehr als nur ein starker Anbieter
Yahoo gab dem Softwareriesen damals allerdings letztlich einen Korb. Mit der offiziellen Offerte setzt Microsoft nun den ohnehin mit Problemen kämpfenden Internet-Konzern unter Druck.
Yahoo hatte erst am Dienstag nach einem erneuten Gewinneinbruch den Abbau von rund 1000 Stellen angekündigt.
Im vorbörslichen Handel am Freitag schoss der Yahoo-Kurs um rund 60 Prozent in die Höhe. Microsoft-Papiere fielen dagegen zurück.
Aktien von Google standen massiv unter Druck, nachdem das Unternehmen die Börse am Vorabend auch noch mit den Quartalszahlen enttäuscht hatte.
Erst im vergangenen Sommer war Yang an die Yahoo-Konzernspitze zurückgekehrt und hatte durchgreifende Veränderungen angekündigt.
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Hatte in meinem letzten KommentarSubjekt und Objekt vertauscht.
Hier noch mal etwas Zusammenfassung von Wikipedia (englisch)
"ASE's continued development was limited after Yahoo! acquired it... ...As a result, many game enthusiasts have since actively boycotted Yahoo services"
WIr sprechen von über über einer MIllionen user pro Monat, die ASE verwendet haben. Es sind handelt sich also nicht um nur um ein paar hundert verschrobene Gamer.
Yahoo, innovativ und gut?
ASE hatte Yahoo aufgekauft, dann noch schnell fleissig Nutzergebühren eingestrichen und dann dieses Programm einfach nicht mehr weiter entwickelt oder unterstützt... ...natürlich nicht ohne (vergeblich) vorher zu versuchen, einen besser funktionierenden Konkurrenten mit Patentsrechtklagen vom Markt zu drängen.
Seitdem freue ich mich immer wieder, wenn es Yahoo schlecht geht.
Na, ob da mal was gutes dabei rauskommt...? Ich bin ja eher skeptisch. Ich habe das Gefühl, dass MS Yahoo "ausschlachten" wird wie ein altes Auto, und versuchen wird die noch brauchbaren Teile (Suchmaschine, Flickr) in das MS-Korsett zu zwängen....aber ich lasse mich auch gern positiv überraschen.
Dabei wäre es in meinen, vielleicht naiven, user-Augen so einfach. Ich frage mich (und Microsoft): wer braucht heute noch ein Web-Portal? Würde ich einen Flug bei Yahoo/MSN suchen, um ihn dann tatsächlich bei ebookers zu kaufen?
Übrigens empfinde ich es als den grössten Vorteil an den Startseiten von Google (Mail und Search) und Wikipedia etc, dass mir keine Flash-Banner, keine piepsenden Klingelton-Werbungen oder Bilder von Lothar Mattäus mit Schulmädchen ins Gesicht springen..... sondern das wozu ich eigentlich auf der Seite bin, nämlich Suchen und Email.
warum lass ich nur seit der DOTCOM Blase die Finger von solchen Aktien....
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Das Internet lebt von Vielfalt und Innovation. Von Startups, die Studenten in der Garage gründen und zu Millarden-Firmen werden. Yahoo ist prototypisch dafür, wahrscheinlich sogar *das* Beispiel des Internet-Startups, denn es existierte noch lange vor Google.
Anders als viele andere Firmen hat Yahoo sich seine technische Kompetenz und Innovationskraft bis heute erhalten. Sie haben noch heute - neben Google - die technisch und inhaltlich besten Anwendungen, von dpa-Newsfeeds, Finanzkursinformationen bis hin zu Karten. Im direkten Vergleich sind sie oft mehrere Klassen besser als die Konkurrenz, in Hinblick auf die Qualität der Informationen und wie gut die Applikationen funktionieren.
Sie Yahoo-Suche ist die einzige, die mit Google mithalten kann. Teils ist sie sogar besser. Keine andere Suchmaschine kann auch nur ansatzweise in der Relevanz der Ergebnisse mithalten, auch Microsoft nicht.
Das ist wohl der Grund für den Kauf. Microsoft hat es nicht geschafft, ähnlich gute Anwendungen zu entwickeln. Leider werden sie es auch jetzt mit Yahoo nicht können, denn das Problem ist strukturell. Es sind weniger die dummen Entwickler bei Microsoft, sondern die Organisationsstruktur, Entscheidungswege- und instanzen und die Kultur. Bei Microsoft will man immer Features verkaufen und legt wenig wert auf Qualität. Wie genau und gut etwas implementiert ist, läßt sich nicht in Zahlen messen und auch nicht durch Produktmanager verstehen, aber hat eine dramatischen Einfluß darauf, wie gut etwas funktioniert. Das ist der Grund, warum Windows so oft abstürzt, Sicherheitslecks hat und Office ein nicht entwirrbares Choas an Dateiformaten produziert hat. Daß die Internet-Anwendungen von Microsoft nicht funktionieren, liegt auch daran, und daran, daß Microsoft wenig vom Internet versteht. Leider haben die unzähligen vorherigen Firmenkäufe gezeigt, daß die Microsoft-Probleme auf die gekaufte Firma übertragen werden anstatt daß Microsoft von der kleinen Firma lernt. Kurz, bei Microsoft wird Qualität strukturiert verhindert.
Leider gibt es außer Google kaum Alternativen, und ich hätte gerne eine Alternative zur Datenkrake Google. Nein, nicht nur eine, sondern Hunderte. Erst dann gibt es Wettbewerb.
Deshalb kann ich nur hoffen, daß das EU-Kartellamt diese Fusion verhindert. Nicht nur wird ein sehr wichtiger, sogar zentraler Internet-Anbieter kaputt gem
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