Deutschlands größter Handelskonzern Metro prüft Optionen für einen Börsengang der Tochter Media Markt Saturn. Außerdem bereitet das Unternehmen seine Warenhaus-Tochter Kaufhof auf einen Verkauf vor.

Metro-Chef Cordes plant einen Börsengang der Tochter Media Markt Saturn. Auf der Bilanzpressekonferenz bestätigte Cordes, dass man über diese Aktion nachdenke. "Wir werden das Unternehmen börsenfit machen", so Cordes. Zu einem Zeitplan für den möglichen Börsengang wollte er sich jedoch nicht äußern.

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Kassenschlager der Metro: Der Elektronikmarkt Media Markt Saturn soll börsenfähig gemacht werden. (© Foto: dpa)

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Das Unternehmen plant, sich von seiner Warenhaus-Tochter Kaufhof zu trennen. Galeria Kaufhof sei aus Konzernsicht kein strategisches Geschäft, sagte Metro-Chef Eckhard Cordes am Dienstag in Düsseldorf. Die Metro werde in aller Ruhe ihre Möglichkeiten prüfen. Im Geschäftsjahr 2007 habe die Kölner Tochter einen operativen Gewinnsprung gemacht. Als Interessent an einer Übernahme gilt der Konkurrent Arcandor.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Kaufhof kletterte um mehr als 30 Prozent auf 107 Millionen Euro. Der Umsatz von Kaufhof ging 2007 dagegen leicht um 1,5 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro zurück.

Die Metro-Warenhaustochter hat rund 19.000 Mitarbeiter.

Seit dem Amtsantritt Cordes im November hatte es heftige Spekulationen über eine Zerschlagung des Handelsunternehmens gegeben.

Wachstumsmotoren des Düsseldorfer Konzerns sind die Metro-Großhandelsmärkte sowie die Elektronikketten Media Markt und Saturn. Kaufhof und der Lebensmittelhändler Real gelten dagegen als Bremser.

Umsatz und Erlöse steigen

Insgesamt konnte sich der größte deutsche Handelskonzern Metro im vergangenen Jahr vom schwachen deutschen Einzelhandel absetzen. Der Umsatz der Gruppe stieg - bereinigt um die verkauften Extra-Märkte - um 10,4 Prozent auf 64,3 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte.

In Deutschland legten die Erlöse dabei - den Zukauf der Wal-Markt-Filialen herausgerechnet - 0,7 Prozent zu. Beim operativen Gewinn konnte Metro die Schätzung der Analysten leicht übertreffen.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg bereinigt um Sondereffekte um 8,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. In Aussicht gestellt hatte Metro ein Plus von sechs bis acht Prozent.

Für das laufende Jahr stellte der Konzern ein Umsatzplus von über sechs Prozent in Aussicht. Das Ebit soll vor Sondereffekten um sechs bis acht Prozent zulegen. Helfen sollen dem Konzern die Wachstumstreiber Großhandel (Cash & Carry), der weiter expandieren soll. Bei den Elektronikmärkten (Media Markt und Saturn) schloss Metro auch Zukäufe nicht aus. Der Aktienkurs reagierte auf die Prognose mit einem deutlichen Verlust, da Analysten eine höhere Prognose erwartet hatten. Die Zurückhaltung bei der Konzernprognose für das laufende Jahr begründete Cordes mit der Sanierung von Real sowie der schwierigen Verfassung der weltweiten Finanzmärkte. "Ich glaube nicht, dass wir in den letzten Tagen das Ende der Fahnenstange gesehen haben", sagte Cordes.

Den SB-Warenhäuser Real, die in 2007 noch einen Verlust von 16 Millionen Euro schrieben, räumt der Manager eine Galgenfrist von zwei Jahren ein, in der sie die Wende schaffen müssen.Das sei machbar, so Cordes. "Sollten wir wider Erwarten erkennen müssen, dass es nicht geht, werden wir die notwendigen Konsequenzen ziehen."

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(sueddeutsche.de/dpa/ap/Reuters/jkf/mel)