Niemand weiß, wie lange diese Krise noch dauern wird. Im Extremfall werden aus vielen Kurzarbeitern schon bald viele neue Arbeitslose.
Wenn der Frühling kommt, ist das für den Arbeitsmarkt normalerweise eine gute Nachricht. Im März geht die Zahl der Arbeitslosen zurück, weil Menschen, die draußen ihr Geld verdienen, bei steigenden Temperaturen eher einen Job finden. So war das zumindest in den vergangenen 80 Jahren. Doch 2009 ist alles anders. Erstmals in einem März gibt es mehr Erwerbslose als im Februar. Das ist beunruhigend und wirft ein Licht darauf, wie stark die Wirtschaftskrise bereits den Arbeitsmarkt erfasst hat.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im März deutlich gestiegen. (© Foto: AP)
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Nun mag der Anstieg auch mit dem langen kalten Winter zusammenhängen, der gerade das Baugewerbe stark behindert hat. In der Arbeitslosenstatistik steckt aber noch eine andere erschreckend hohe Zahl: Seit Januar haben 50.000 Betriebe für etwa 1,7 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Das einzig Gute daran ist, dass die Firmen ihre Mitarbeiter nicht gleich herausschmeißen. Die Chefs haben aus der letzten Rezession gelernt. Sie wissen, dass sie Fachkräfte brauchen werden, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Doch zugleich zeigt der sprunghafte Anstieg der Kurzarbeiterzahlen, wie pessimistisch viele Betriebe ihre nähere Zukunft einschätzen.
Niemand weiß, wie lange diese Krise noch dauern wird. Um Jobs zu erhalten, sollte die Bundesregierung deshalb das Kurzarbeitergeld von 18 auf 24 Monate verlängern, was manche Koalitionspolitiker bereits fordern.
Brechen allerdings weiter für den Exportweltmeister Deutschland die Aufträge weg, wird auch dies langfristig nichts nutzen. Aus vielen Kurzarbeitern werden viele neue Arbeitslose. Dann wird sich auch zeigen, dass das Konjunkturprogramm der Bundesregierung vor allem nur ein Strohfeuer war - wie die Abwrackprämie.
- Konjunktur Der Absturz naht 25.03.2009
- Entscheidung in Berlin Der Sündenfall Abwrackprämie 26.03.2009
- Exporte "Made in Germany" verkommt zum Ladenhüter 10.03.2009
(sueddeutsche.de/mel/bgr)
Linke-Parteitag in Göttingen
Nun seid doch mal fröhlich und freut euch auf die Zeit nach den Wahlen!
Richtig: Ha, ha, ha... immer schön üben.
Und ist der Hals auch dreckig, weiße Hemden tragen und Kaviar essen!
Dienstleistung ist die Lösung aller Probleme, auch wenn dabei nichts mehr produziert und verkauft wird. Vielleicht mal bei der FDP nachfragen, die haben bestimmt einen Dienstleistungsjob von dem man leben kann. Aber die sind z.Z. so unheimlich still. Ob die was gemerkt haben?
Irgendwie gehts immer weiter, das ist wirklich für alle ein Trost und aus all den smarten Jungen, werden totsicher auch daddelige Alte. Wetten dass?...
Übrigens: die Aktienkurse steigen! Wie vor 70 Jahren... So ein Glück!
Sehr geehrte Damen und Herren,
was mir als glückliche Ausländer in Deutschland auffällt ist euer Talent vieles kaputt zu reden was eigentlich überhaupt nicht nötig ist!
Die Deutschen Engineers und Produkten sind WELTKLASSE!!!!
Made In Germany ist ein Wertesiegel mit hohe Stellen wert!!!
UND:
wenn mann uns ins Loch redet WIR HABEN 9% oder 10% Arbeitslosen???
ja, dass ist schlimm, sehr schlimm wenn viele Familien dieses trifft, aber,
dann sind immerhin noch 90% am arbeiten,
also bei mir ist Optimismus Pur!
Durch Maßnahmen wie das Kurzarbeitergeld (dessen Verlängerung einige ja schon in´s Gespräch bringen) und die Abwrackprämie werden die tatsächlichen Verhältnisse verschleiert und ein Umbau der Wirtschaft verzögert. Schließlich handelt es sich um Subventionen für Unternehmen, die ohne sie im sich ändernden Markt nicht bestehen könnten.
Auf diese Weise leben wir von der Substanz, während eigentlich Investitionen in die Zukunft nötig wären. Ich denke nach der Bundestagswahl werden wir sehr schnell einige unangenehme Dinge erfahren, die dann auch Änderungen nach sich ziehen (müssen).
Alles Gute
Kai Hamann
Es werden ihnen sicher die Angestellten der Firmen die Kurzarbeit angemeldet haben danken, dass sie so Partei für diese Lösungsform ergreifen, nur aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben. Und ein führender Wirtschaftsstandort wie Deutschland sollte nicht ans "weiterwurschteln" denken, sondern daran, wie aus der Krise tragfähige Zukunftskonzepte entstehen können, mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen. Die können in der Autoindustrie nur in Zukunftsprodukten liegen, die auch mit dem Klimaschutz kompatibel sind. Jetzt kann mancher sagen, ja der Klimaschutz ist in der Krise nebensächlich, aber genau das ist es nicht. Altes und Bestehendes in Massen produzieren und sich damit gegenseitig im Preiskampf unterbieten, das kann doch jeder. Das kann auch die Autofirma in Rumänien oder sonstwo. Damit wird in Zukunft nur noch mehr Arbeit in den Osten bis nach China wandern. Diese Länder ändern ihre Ausbeutung gegenüber ihren Arbeitern aber nicht, weil sie es nicht müssen, besonders Fernost. Also muss Deutschland anderweitig Punkte sammeln, als mit Billigproduktion oder mit teuren Markenprodukten. Diese Produkte müssen einen entscheidenden Vorsprung vor der Konkurrenz haben. Projekte von Daimler zielen da in die richtige Richtung. Das muss gefördert werden und Fabrikreif werden.
1,7 Millionen Beschäftigte sind also in der Kurzarbeit angemeldet und machen wir uns nichts vor, wenn es dieses Instrument nicht geben würde, hätten wir bereits heute über 5 Millionen Arbeitslose!!! Da sind die "Schattenarbeitslosen" gar nicht mitgerechnet. In Summe kämen da Arbeitslosenzahlen zustande, wo der Regierung die Ohren schlackern würden. Es muss eine Veränderung am Arbeitsmarkt mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen geben. Es kann nicht sein, dass Millionen Beschäftigte ständig in Angst leben müssen morgen samt ihren Familien auf der Straße zu sitzen. Wenn das nämlich so ist, kauft auch niemand mehr etwas und dann kommt alles auf die Wirtschaft wie ein Boomerang zurück und zwar mit einer noch nicht gekannten Schlagkraft, die die aktuelle Krise wesentlich verschlimmern würde.
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