Gesundheitsminister Bahr will die flächendeckende Versorgung von Kranken sichern und mehr junge Mediziner aufs Land locken. Das Kabinett hat seinen Gesetzesentwurf an diesem Mittwoch gebilligt. Gewerkschafter sprechen schon von "beispielloser Klientelpolitik". Gibt es wirklich zu wenig Ärzte? Was ändert sich an ihrem Honorar? Und wie soll die Versorgung in Stadt und Land künftig funktionieren?
Noch hat der Gesetzentwurf des Gesundheitsministers nicht einmal den Bundestag erreicht, da hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sein Urteil schon gefällt: Das Paket, das Union und FDP zur Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land geschnürt haben, sei "ein Zeugnis beispielloser Klientelpolitik", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
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Landarzt in der Uckermarck: Vor allem in dünnbesiedelten Regionen Ostdeutschlands, aber auch in Niedersachsen und Bayern gibt es keinen Nachwuchs. (© dapd)
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Statt die Versorgung der Patienten zu verbessern, wolle die Koalition Ärzten und Zahnärzten schlicht und ergreifend höhere Honorare zuschustern. Wenn etwa Mediziner Anreize erhielten, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen, müsse es im Gegenzug doch "auch Abschläge für Ärzte in überversorgten Bereichen geben".
Das alles sieht Minister Daniel Bahr (FDP) aber völlig anders. An diesem Mittwoch hat das Bundeskabinett seinen Entwurf gebilligt. Die Süddeutsche Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen.
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kommt gar niemand, ich sollte neulich 2 Stunden auf einen s.g. Rufarzt warten, da habe ich für die betroffene Patientin gleich den RTW. gerufen war besser, aber wir kennen ja das Motto, bleiben Sie gesund, anders wäre schlecht.
anderes betrieben als Klientelpolitik ? Für BigPharma , Ärzteschaft und Versicherungswirtschaft ! Und gerade jetzt , in ihrer großen Not, ist die "Pflege" der Ärzteschaft als Schlüssel Klientel eine Frage des Überlebens für die FDP .
weil keiner eine Lösung will. Dieses Problem lässt sich nicht reformieren: Eine Neugründung ist angezeigt und zwar eine moderne und nicht eine Dreiklassenmedizin.
"Versorgungsstrukturgesetz" - oder - Noch ein Gesundheitsgesetz, nach dem Motto: "Jedes Jahre ein Neues - und Jeder darf es mal probieren !!"
An Bürokratie und Lebensferne kaum noch zu toppen......."Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken"..........
Als ehemaliger Beteiligter kann ich nur allen zukünftigen Medizinern raten, das Weite, oder Ihr Glück im Ausland zu suchen oder einen gesicherten Medizin-Beamtenjob anzunehmen., kein einigermassen klar denkender Unternehmer wird heute bei diesen Startvoraussetzungen eine eigene Praxis eröffnen...die "Ent-Idealisierung des romantischen Helfersyndroms" hat eh schon stattgefunden und die lindernde adäquate Bezahlung gibt es schon seit 1980 nicht mehr - was bleibt ist die Arbeitszeit, die Verantwortung und die hochqualifizierte, lange Facharzt-Ausbildung !
Weitere Gründe sind aus der Kritik von SPD, Grünen, Gewerkschaften und Kassen zu entnehme. Junge Ärzte haben einfach keine Lust mehr, sich von diesen "Typen" beschimpfen zu lassen. Ein Blick auf die Einkünfte dieser Herrschaften lässt jeden Landarzt/Hausarzt erblassen, Regresse für Pleiten, Verschwendung und Korruption haben diese sauberen Herrschaften nie zu fürchten. Deshalb wir kein noch so fein ziseliertes Gesetz auch nur einen Arzt aufs Land locken.
Do it, but do it !!?? 2013 kommt die nächste Gesundheitsreform !!
Bonusregionen einführen und fertig.
In Regionen mit Unterversorgung wird 10% mehr bezahlt in der Regionen mit Überversorgung 10% weniger.
Der Ausgleich stellt sich dann über kurz oder lang selbst ein. Problem gelöst!
Paging