Antworten auf die wichtigsten Fragen. Von Guido Bohsem und Claus Hulverscheidt

Gesundheitsminister Bahr will die flächendeckende Versorgung von Kranken sichern und mehr junge Mediziner aufs Land locken. Das Kabinett hat seinen Gesetzesentwurf an diesem Mittwoch gebilligt. Gewerkschafter sprechen schon von "beispielloser Klientelpolitik". Gibt es wirklich zu wenig Ärzte? Was ändert sich an ihrem Honorar? Und wie soll die Versorgung in Stadt und Land künftig funktionieren?

Noch hat der Gesetzentwurf des Gesundheitsministers nicht einmal den Bundestag erreicht, da hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sein Urteil schon gefällt: Das Paket, das Union und FDP zur Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land geschnürt haben, sei "ein Zeugnis beispielloser Klientelpolitik", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Der libanesische Arzt in der Uckermark Bild vergrößern

Landarzt in der Uckermarck: Vor allem in  dünnbesiedelten Regionen Ostdeutschlands, aber auch in Niedersachsen und Bayern gibt es keinen Nachwuchs. (© dapd)

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Statt die Versorgung der Patienten zu verbessern, wolle die Koalition Ärzten und Zahnärzten schlicht und ergreifend höhere Honorare zuschustern. Wenn etwa Mediziner Anreize erhielten, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen, müsse es im Gegenzug doch "auch Abschläge für Ärzte in überversorgten Bereichen geben".

Das alles sieht Minister Daniel Bahr (FDP) aber völlig anders. An diesem Mittwoch hat das Bundeskabinett seinen Entwurf gebilligt. Die Süddeutsche Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen.

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