Medienkonzern Springer verdient mit digitalen Medien

Die Digitalisierung kostet zwar, lohnt sich für Axel Springer aber offenbar: Der Medienkonzern verdient nach eigenen Angaben mit digitalen Angeboten immer mehr Geld.

Die Medienkonzern Axel Springer hat im vergangenen Jahr auf Bezahlmodelle für Inhalte im Internet gesetzt. Sowohl bei der Bild als auch bei der Welt wurden kostenpflichtige Angebote eingeführt - nach Angaben des Unternehmens durchaus mit Erfolg. Der sei nicht nur an den Abonenntenzahlen ablesbar, sondern inzwischen auch an den Geschäftszahlen.

Die Strategie einer verstärkten Digitalisierung schlage sich sowohl beim Konzernumsatz als auch beim operativen Ergebnis nieder: So habe sich der Anteil digitaler Medien am Umsatz um drei auf knapp 48 Prozent erhöht, der Anteil am operativen Ergebnis sei um fast 13 auf knapp 62 Prozent gestiegen. Im Printgeschäft gab es dagegen Einbußen bei Umsatz, Ergebnis und Gewinnmarge.

"2013 war für Axel Springer ein Jahr des Wandels, des Umbruchs und des Aufbruchs. Soviel Veränderung war nie", sagte Konzernchef Matthias Döpfner.

Allerdings zeigen die aktuellen Geschäftszahlen auch, wie viel sich sich das Medienhaus die Digitalisierung seiner Zeitungen wie Bild und Welt kosten lässt. Zwar stieg der Umsatz um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Wegen der Investitionen ins Digitalgeschäft und dem damit zusammenhängenen Umbau des Printsektors - die laut Döpfer insgesamt 90 Millionen Euro ausmachen - musste Springer sogar einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Das sogenannte operative Ergebnis (Ebitda) ging 2013 um knapp neun Prozent auf 454,3 Millionen Euro zurück, teilte Springer mit. Der sogenannte bereinigte Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten lag allerdings deutlich niedriger, nämlich bei nur knapp 230 Millionen Euro. Dieser Wert ist vor allem deshalb wichtig, weil in ihm die Zahlen einiger Regionalzeitungen herausgerechnet sind, die Springer abgestoßen hat. Nicht mehr enthalten sind die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt sowie Frauen- und TV-Zeitschriften. Sie sollen von der Funke Gruppe, der unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung gehört, übernommen werden.

In diesem Jahr erwartet Springer wieder steigende Gewinne und will seinen Aktionären eine höhere Dividende ausschütten.