Die Financial Times Deutschland (FTD) wird wohl bald ganz dem Verlag Gruner+Jahr gehören: Der Gesellschafter will angeblich die zum Verkauf stehenden Anteile der britischen Pearson-Gruppe übernehmen.

Der Verlagskonzern Gruner+Jahr, dem bereits 50 Prozent an der vor acht Jahren gegründeten Wirtschaftszeitung gehören, will Medienberichten zufolge die Beteiligung des britischen Verlages übernehmen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Verhandlungen stünden offenbar kurz vor dem Abschluss. Ein Verkauf des Pakets an den Verlag des Nachrichtenmagazins Spiegel war im Herbst geplatzt. Auch der Branchendienst Kress berichtete über die Pläne.

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Gibt sich in Sachen FTD bedeckt: Der Verlag Gruner+Jahr. (© Foto: dpa)

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Ein Sprecher von Gruner+Jahr wollte die Transaktion nicht bestätigen. "Es gibt keinen neuen Stand", sagte er. Pearson, der Verleger des Mutterblattes Financial Times, hatte alle Titel außerhalb Großbritanniens zum Verkauf gestellt. Die französische Zeitung Les Echos ging bereits an den Luxusgüterkonzern LVMH .

Die Financial Times Deutschland, für die rund 120 Redakteure arbeiten, schreibt noch Verluste. Deswegen liegt der Kaufpreis dem Zeitungsbericht zufolge bei weniger als neun Millionen Euro. Von der Zeitung werden täglich rund 100.000 Exemplare verkauft. Die zum Verlagskonzern Bertelsmann gehörende Gruner+Jahr-Gruppe wolle die FTD in eine Gruppe mit ihren Wirtschafts-Zeitschriften Capital, Impulse und Börse Online einbringen, heißt es in dem Bericht.

Medienberichten zufolge war auch der Verlag Georg von Holtzbrinck interessiert. Er gibt das Handelsblatt heraus, das vor Einführung des auf lachsrosa Papier gedruckten Konkurrenten die einzige Wirtschafts-Tageszeitung in Deutschland war und nach der Auflage immer noch deutlich vorne liegt.

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(Reuters/sma/mah)