Die Ehe der Musikgiganten Sony und Bertelsmann ist scheint perfekt. Damit entsteht ein neuer Riese in der Musikbranche, der zum Brancheführer Universal Music aufschließen möchte.

Stimmen die Kartellbehörden zu, ist es für Bertelsmann eine der größten Transaktionen in der Firmengeschichte.

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Allein das Einsparvolumen im schwierigen Musikgeschäft wird auf 250 bis 300 Millionen Euro geschätzt.

Die Verhandlungen verliefen nach Angaben eines Bertelsmann-Sprechers ausgesprochen zügig. Anfang November hatten Bertelsmann und Sony zunächst eine Absichtserklärung zum Zusammenschluss ihrer Musiksparten BMG und Sony Music abgegeben. An dem neuen Unternehmen Sony BMG sollen beide Unternehmen zu je 50 Prozent beteiligt sein.

Sony BMG würde direkt zum bisherigen Spitzenreiter Universal Music aufschließen und ihn möglicherweise überholen. Die Fusion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden in Washington und Brüssel.

In Marktanteilen aus dem Jahr 2002 gerechnet würden Sony (derzeit Nummer zwei) und BMG (Nummer drei) mit zusammengerechnet 26,7 Prozent den derzeitigen Marktführer Universal Music (25,9 Prozent) ablösen.

Warten auf Kartellbehörden

Auch mit möglichen aktuellen Veränderungen ist davon auszugehen, dass die beiden Unternehmen sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenposition liefern werden.

In den vergangenen Jahren hatten die Wettbewerbshüter bereits mehrere Fusionsansinnen platzen lassen - unter anderem von EMI und Warner vor drei Jahren.

Die schwierige Lage der Musikindustrie, die unter der zunehmenden Musikpiraterie und der allgemeinen Konjunkturschwäche leidet, könnte die Kartellbehörden zu einem Kurswechsel veranlassen.

In diesem Jahr verhandelte BMG bereits ohne Ergebnis mit Time Warner über eine Fusion der Musiksparten.

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(sueddeutsche.de/dpa)