Grün ja, aber nur auf dem Papier: Der Deutschland-Chef von McDonald's relativiert die neue Farbenlehre - einen vegetarischen Burger gibt es dennoch.
Auch für Deutschlands größte Schnellrestaurant-Kette McDonald's sind die fetten Jahren vorbei. Der Wirtschaftseinbruch hat das Umsatzwachstum des Unternehmens gebremst. "Klar, auch wir spüren die Krise, aber längst nicht so stark wie andere in der Branche", sagte Deutschland-Chef Bane Knezevic am Dienstag in München. Er kündigte zudem an, dass die Preise für Big Mac und Co. im Laufe des Jahres steigen könnten. Dabei werde sich das Unternehmen an der allgemeinen Teuerungsrate orientieren. Ein Absatzplus verspricht er sich von einem neuen Gemüse-Burger, mit dem McDonald's mehr Frauen für Fast-Food-Kost begeistern will.
McDonald's ist kein grünes Unternehmen, sagt der Deutschland-Chef. Dennoch gibt es demnächst einen vegetarischen Burger. (© Foto: dpa)
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Nach Angaben von Knezevic wuchs der Umsatz 2009 nur noch um 2,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Für 2008 hatte die Tochter des amerikanischen Konzerns noch ein Plus von 5,1 Prozent gemeldet. Sorgen bereitet Knezevic die steigende Arbeitslosigkeit, die sich offensichtlich auch auf das Geschäft von McDonald's niederschlägt. Zwar nahm die Zahl der Besucher in den Restaurants um 3,6 Prozent zu - mit 2,7 Millionen Gästen am Tag erreichte das Unternehmen sogar einen neuen Rekord. Doch im Schnitt gab jeder Kunde weniger Geld aus als noch im Vorjahr.
Für den Fall, dass sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland weiter verschlechtern sollte, schloss Knezevic Einschnitte nicht aus. Dann müsse man reagieren. Vorerst könne davon aber keine Rede sein, ergänzte er. McDonald's will in diesem Jahr 2000 neue Stellen schaffen. Das Unternehmen und seine selbständigen Franchisenehmer beschäftigen in Deutschland 60.000 Mitarbeiter.
Eine Wende vollzog der Deutschland-Chef in Bezug auf den Farbwechsel im Firmendesign. Vor knapp drei Monaten hatte der Konzern angekündigt, dass das Firmenlogo, ein goldgelbes "M", künftig auf grünem Hintergrund prangen soll und nicht wie bisher auf einem knallroten. Knezevic stellte nun klar, dass die Umstellung nur eine Frage des Designs sei und keinesfalls ein stärkeres Umweltbewusstsein signalisieren solle. "Das war nie Teil der Strategie. Wir sind kein grünes Unternehmen", sagte er dazu.
Zu Beginn klang das anders: In der Financial Times Deutschland ließ sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Holger Beeck mit den Worten zitieren, der Farbwechsel sei auch als Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt zu werten. Laut Knezevic sei dies von den Medien falsch interpretiert worden. "Wir haben keinen Anlass gesehen, diesen falschen Eindruck zu korrigieren", ergänzte er. Schließlich habe McDonald's dadurch viel Publicity erhalten. Der angekündigte Farbwechsel und das angebliche Bekenntnis zu mehr Umweltschutz waren auf Kritik gestoßen. McDonald's betreibe "greenwashing" und wolle sich ein grünes Mäntelchen umlegen, hieß es etwa bei Greenpeace.
Probleme mit Franchisepartnern
Doch Knezevic verwies darauf, dass das Unternehmen künftig "nachhaltiger" wirtschaften werde. So seien Programm für die Landwirtschaft und den Energieverbrauch aufgelegt worden. Außerdem sollen Abfall und CO2-Emissionen reduziert werden. Zu Details wollte er sich nicht äußern.
Knezevic räumte zugleich ein, dass das Unternehmen nicht immer mit seinen Subunternehmern zufrieden ist. "Mit einigen Franchisenehmern gibt es Probleme, deshalb verlängern wir nicht nicht alle auslaufenden Verträge." Mit der große Mehrheit funktioniere die Zusammenarbeit jedoch gut, betonte er. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat McDonald's einer Handvoll Restaurantbetreiber die Verträge fristlos gekündigt. Vor deutschen Gerichten sind deshalb mehrere Verfahren anhängig.
Den Vorwurf, dass McDonald's Franchisenehmer aus dem Geschäft drängen wolle, um die Zahl seiner Subunternehmer zu reduzieren, wies Knezevic zurück - die 260 deutschen Franchisenehmer steuern immerhin 82 Prozent zum Umsatz bei. Ihre Zahl soll laut Knezevic konstant bleiben, gleichwohl erhöht sich die Zahl der von ihnen betriebenen Gaststätten: Bis zu 30 neue Standorte will das Unternehmen in diesem Jahr eröffnen, damit würde die Zahl der Restaurants in Deutschland auf knapp 1400 steigen. Die Obergrenze sieht Knezevic damit nicht erreicht. Es gebe noch viel Spielraum.
Grüne Unternehmen - was sagen Sie dazu? Sagen Sie es uns hier!
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(SZ vom 10.02.2010/tob)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
um z.B. 1 kg (!) Rindfleisch zu erzeugen. Ein Drittel der globalen Getreideernte wird an sogenannte Nutztiere verfüttert, während jeden Tag 40.000 Menschen an Hunger sterben!
Allein ein Drittel aller deutschen Rinder wird mit Futter versorgt, das aus Südamerika stammt. ,,Dort brennen die Regenwälder und Savannen, weil sie Sojafeldern weichen müssen, die Kraftfutter für deutsches Vieh liefern". (SPIEGEL 06/2001)
Heute bevölkern allein 1,3 Milliarden (!) Rinder die Erde. Ihr Lebendgewicht übertrifft das der gesamten Menschheit fast um das Dreifache! Ein einziges Mastrind verbraucht 600.000 Liter Wasser für den Anbau seines Futters. Und in einem Mastbetrieb mit 10.000 Tieren fallen an einem einzigen Tag 200.000 kg (!) Dung an, der die Böden verseucht!
"Er kündigte zudem an, dass die Preise für Big Mac und Co. im Laufe des Jahres steigen könnten."
Gehts noch? Ist sowieso schon teurer als Burger King und jetzt noch teurer? Wer wird denn da noch essen wollen?
Es gibt genug Alternativen...
@vind: Jim Block ist super - definitiv... aber du bist dir schon bewusst, dass das hier die Sueddeutsche ist und nicht das Hamburger Abendblatt und die meisten Foristi wohl eher in Bayern angesiedelt sind?
@ganzkleingeist: Was hat dein Beitrag mit dem Thema zu tun?! Ausser ner billigen "Reichenkritik" (wobei das Wort Kritik eig fehl am Platze ist) is dein Beitrag übrigens mal nix... wobei der fiese 8 Zylinder Mercedes wahrscheinlich wirklich weniger Schadstoffausstoß hat als der nette zehn Jahre alte Fiat Uno von den "wirklich hungrigen"... ;-)
@artikel: McD ist kein grünes unternehmen? Hätte ich nicht gedacht... so lange Umweltschutz nur zu Marketingzwecken entdeckt wird braucht man irgendwelche äusserungen in die Richtung eh nicht ernst nehmen. Also Hut ab vor McD dass die so offen sind und zugeben es nur zu versuchen... :-)
McDonald´s war schlau genug den "greenhype" als kostenfreie Werbung mitzunehmen.
In den Zeiten, in denen ich mein Geld noch zu Macces getragen habe, habe ich dort meist ein "Sparmenü" + Cheeseburger bestellt. Da komm man auch locker bei 6-7 raus. Seit ich Jim Block kennengelernt habe, finde ich das Preisleistungsverhältnis aber einfach unverschämt.
Für 6,20 gibt es dort ein Cheeseburger-Menü, das mindestens so groß ist wie die oben genannte Kombination. Der Burger ist wesentlich leckerer und mit qualitativ hochwertigeren Zutaten gemacht. Er wird frisch zubereitet und lag nicht schon ne halbe Std im Warmhalter. Das Getränk ist nicht bis zum Nicht-Geschmack mit Wasser oder Eis gestreckt und serviert wird das Ganze auf Porzellangeschirr mit Edelstahlbesteck, nicht in billiger Pappe.
Einziger Nachteil: Jim Block ist immer voll.
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