Der Verkehrsminister lehnt die Pkw-Maut nach wie vor strikt ab. Eine höhere Maut für Lkws mit hohem Schadstoffausstoß begrüßt er hingegen.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) will die Maut für Lkws mit hohem Schadstoff-Ausstoß vom kommenden Jahr an erhöhen. Die Maut-Klassen sollten dann stärker als bisher nach Emissionsklassen ausgerichtet werden, sagte Stolpe der Welt.

Ein Beamter des Bundesamtes für Güterverkehr stoppt einen Lastwagen an einer Mautkontrolle. (© Foto: ddp)

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"Wer mit einem alten Dieselruß-Stinker durch die Gegend fährt, muss mehr zahlen, wer auf moderne und umweltfreundliche Lastwagen setzt, weniger."

Eine Pkw-Maut lehnte der Minister erneut ab. Es handele sich "zu offenkundig um den Versuch, den Haushalt auf Kosten der Autofahrer zu sanieren".

Absage an Privatisierungsvorschlag

Auch dem Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), die Autobahnen zu privatisieren, erteilte Stolpe erneut eine Absage.

Die Verkehrsminister der Bundesländer wollen am Mittwoch mit Stolpe über eine mögliche Pkw-Maut beraten. Angedacht ist eine Vignette, die jährlich 100 Euro kosten würde.

Während Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein dies ablehnen, sind Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Bremen dafür.

Auch Union gegen Pkw-Maut

Auch die Unionsfraktion im Bundestag lehnt die Pläne ab, wie der stellvertretende Fraktionschef Klaus Lippold der Berliner Zeitung sagte: "Bei uns gibt es für derartige Pläne keine Mehrheit."

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(sueddeutsche.de/AP)