Wegen des zweimal geplatzten Starts der Lkw-Maut will der Bundesverkehrsminister offenbar 3,7 Milliarden Euro Schadenersatz vom Betreiberkonsortium Toll Collect fordern.

Im Verkehrsministerium liefen derzeit die Schlussarbeiten an der Klageschrift, mit der das im Februar vereinbarte Schiedsverfahren um die Ansprüche des Bundes wegen entgangener Mauteinnahmen eingeleitet werden solle, berichtete die Tageszeitung Die Welt (Donnerstagsausgabe).

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"Die Klageschrift wird in den nächsten Tagen zugestellt", sagte ein Sprecher Stolpes dem Blatt.

Den Angaben zufolge arbeitet das Prüfungsunternehmen Prognos eine genaue Liste aus, wie viel Geld Stolpe den Konsortialfirmen Deutsche Telekom, DaimlerChrysler und Cofiroute in Rechnung stellen kann.

Nach Informationen der Welt werden es insgesamt 3,7 Milliarden Euro sein. Allein in diesem Jahr fehlen im Bundeshaushalt durch den Komplettausfall der Maut mehr als zwei Milliarden Euro.

Am 1. Januar 2005 soll die Lkw-Abgabe mit mehr als einem Jahr Verzögerung nun endlich an den Start gehen.

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(sueddeutsche.de/AFP)