Die Bundesregierung will das Kurzarbeitergeld 24 statt nur 18 Monate zahlen und die Arbeitgeber bei den Sozialversicherungsbeiträgen entlasten.
Nach den Plänen von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) wird die Zahlung des Kurzarbeitergeldes von 18 auf 24 Monate verlängert. Zudem werden die Arbeitgeber bei den Sozialversicherungsbeiträgen entlastet. Dies erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus Regierungskreisen. Mit diesen Maßnahmen sollen Massenentlassungen verhindert werden.
Lautstarker Protest: Demonstrationsteilnehmer (hier Mitarbeiter von ThyssenKrupp) machen sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze stark. (© Foto: ddp)
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Das neue Programm von Scholz heißt intern "Kurzarbeitergeld plus". Derzeit befinden sich die Pläne innerhalb der großen Koalition in der Abstimmung. Eine Zustimmung der Union gilt aber als sehr wahrscheinlich. Da der Minister die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes per Verordnung durchsetzen kann und das Kabinett nur zustimmen muss, dürfte die neue maximale Bezugsdauer von 24 Monaten bereits in den nächsten Wochen in Kraft treten.
An diesem Mittwoch wird Scholz den Präsidenten der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, und DGB-Chef Michael Sommer treffen, um sie über Details des neuen Programms zu informieren.
Nach den Plänen von Scholz ist vorgesehen, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) den Arbeitgebern die Sozialbeiträge, die während der Kurzarbeit anfallen, vom siebten Monat an voll ersetzt. Dies soll nicht an Bedingungen geknüpft sein. Damit kommt der Minister einem Wunsch der Arbeitgeberverbände nach. Bisher zahlt die Bundesagentur die Hälfte der Beiträge. Voll erstattet werden sie vom ersten Monat an nur dann, wenn sich der Arbeitnehmer während der Kurzarbeit weiter qualifiziert. Dabei soll es nach den Plänen von Scholz in den ersten sechs Monaten auch bleiben.
Immense Nachfrage
Bei der Kurzarbeit kommt die BA für einen Teil der Verdienstausfälle auf, die durch die verkürzte Arbeitszeit verursacht werden. Firmen, die unter Auftragsmangel leiden, können so Kündigungen leichter vermeiden. Der ausgefallene Verdienst wird jedoch nicht zu 100 Prozent ersetzt. Die Arbeitnehmer erhalten 60 Prozent des entgangenen Nettolohns. Haben sie ein Kind, werden 67 Prozent gezahlt. Weil die BA einen Teil des Verdienstausfalls ausgleicht, müssen die Firmen Kurzarbeit bei ihr beantragen.
Diese Möglichkeit wird derzeit von den Unternehmen so intensiv genutzt wie nie zuvor. Bis Ende März lagen der BA bereits Anträge für insgesamt 1,7 Millionen Kurzarbeiter vor. In den vergangenen Monaten sind die Kosten der BA für die Kurzarbeit drastisch gestiegen. Im März lagen sie bei 173 Millionen Euro, im Februar waren es 58 Millionen, im Januar 28 Millionen. Für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen hat die BA 2,1 Milliarden Euro im Etat veranschlagt. Diese Summe wird wegen der starken Nachfrage kaum ausreichen. Unklar ist, was die nun geplante Verbesserung der Konditionen an zusätzlichen Ausgaben verursacht. Die Mehrkosten dürften aber dazu beitragen, dass die Reserven der BA von fast 17 Milliarden Euro noch schneller aufgezehrt werden. Der Bund muss dann mit einem Darlehen einspringen.
Mit einer verlängerten Bezugsdauer von 24 Monaten können die Betriebe besser kalkulieren. "Wir wollen den Unternehmen ein Signal geben, an ihren Leuten festzuhalten", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter der SZ. Scholz hatte sich zuletzt um eine stärkere Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bemüht. Gleichzeitig hatte der SPD-Politiker stets betont, dass Arbeitgeber mit Hilfe der Kurzarbeit ihre Arbeitskosten sofort senken könnten und damit eine attraktive Alternative zu Entlassungen hätten.
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(SZ vom 29.04.2009/mel)
Mubarak-Prozess in Ägypten
500 für als Grundsicherung jedes Familienmitglied plus Miete, dazu 20 Mindestlohn und Freibier.
Die Energiekosten könnten wir auch durch einen funktionierenden Wettbewerb niedrig haben wenn die Politik nicht mit den Öl-, Strom- und Gasmultis verfilzt wäre. Wenigstens ist die Spekulationsblase heraus.
""" ...........................es wird noch viel schlimmer. Versprochen """
Schlimmer? Den Verbraucher in Deutschland geht´s doch derzeit blendend. Du weisst ja gar nicht was "schlimm" ist
Inflation besiegt, Energie-Kosten im Keller, Erdöl und Rohstoffe billigst. Lebensmittel günstig.
Was willst Du mehr?
Was ist denn die Wirklichkeit? "Wir werden alle sterben" oder "temporäre Schwäche, danach gehts weiter". Es geht IMMER weiter und 1933 als Paradebeispiel für eine konstruktive Wirtschaftspolitik zu nehmen find ich etwas daneben.
Wenn ich bedenke, dass der Baldeneysee in Essen in diesem Zeitraum mit Schaufeln statt Baggern gebaut wurde um die Leute in Arbeit zu bekommen, dann dreht sich mir der Magen um. Wir können auch wieder Autobahnen bauen oder Bahnstrecken sanieren. Statt einem Euro gibts dann drei Euro die Stunde, dafür wird das ALG-II halbiert. Vielleicht kann sich dann jemand vorstellen, wie das damals gelaufen ist.
Wer wissen möchte wie wenig damals gezahlt wurde und was für Zustände geherrscht haben: 3w celle-im-nationalsozialismus.de/Texte/Erber_1933.html
Sehr lesenswert. Ein Zentner Kohle kostet heute etwa 10-15 Euro, nur um die dort genannten Preise einzuordnen.
Ja Mane, Du bist der Held. Und wenn Du jetzt von Deiner Elliott-Welle wieder mal runter kommst, dann wirst Du auch sicher in der Lage sein mit Zahlen und Fakten nicht nur mich zu widerlegen, sondern auch Deinen Parteigenossen von und "viel zu Gutenberg".
Also unser Wirtschaftsnarzisst Mane gibt bekannt, dass alle Zahlen von Auftragseingang über Staatsverschuldung, Produktivitätsrate etc. keine Rolle spielen, und dass, und dass weißt Du nur zu gut, alle Prognosen, die ich und einige andere hier schon lange zum Besten geben, die bisher alle zutreffend waren, falsch sind und die Wirklichkeit nicht widergeben. Mane, im Gegensatz zur Politik und unseren "Wirtschaftsweisen" mussten wir, wie Du uns nennst, "Untergangspropheten" , keine einzige unserer Prognosen revidieren. Mane ich erkenne Deine Angst an, und gebe Dir nur den Rat, je früher Du dich mit Tavor oder anderen Anxiolytika eindeckst, um so besser, es wird noch viel schlimmer. Versprochen
auch gar nicht mehr von jenen, denen angesichts lukrativer Nebenjobs und späterer Aufsichtsratposten das BT-Mandat nur noch wie ein mäßig bezahltes Praktikum erscheint. Dabei hat die "unsichtbare Hand des freien Marktes" doch unbewusst schon darauf gezeigt, wohin der Hase läuft. Was anderes ist die offiziell viel beschimpfte und gegeißelte "Heuschreckenplage" der Hedgefonds mit dem Absaugen von Investitionskapital aus den betroffenen Firmen als das unausgesprochene Eingeständnis, dass mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten offensichtlich kein finanziell relevanter Gewinn mehr zu erwirtschaften ist? Die Hedgefonds selbst haben also im Grunde keine Arbeitsplätze vernichtet, sie haben nur einen ohnehin stattfindenden Prozess beschleunigt. Am Grundproblem ändern kann dabei auch eine Börsenumsatzsteuer nichts. Sie verringert zwar die Gewinne, steigert aber nicht den Konsumbedarf. Die berühmte "Kapitalismuskritik" von Müntefering war daher entweder logisch nicht zu Ende gedacht oder wider besseren Wissens vorgebracht.
Und natürlich hast Du recht, statt Konsequenzen zu ziehen werden mit Konjunkturpaketen auf Pump die Krise runtergerechnet und dubiose Prognosen aufgestellt: "Jo, schlimm ist das alles, aber die Konjunkturpakete greifen und nach den Wahlen geht's 2010 wieder aufwärts..." Und pünktlich zum ersten Mai kommt die Schweinegrippe über die westliche Welt. Also besser von Menschenansammlungen fernhalten... ;-)
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