Manipulation des Devisenmarkts Milliarden-Strafe für sechs Großbanken

  • Behörden aus den USA und Großbritannien haben gegen sechs internationale Großbanken insgesamt eine Strafe von 5,7 Milliarden Dollar verhängt.
  • Zwischen 2007 und 2013 haben Banker den Referenzzinssatz des Devisenmarktes zu ihren Gunsten beeinflußt.

Banken müssen knapp sechs Milliarden Euro zahlen

Der Skandal um die Manipulation von Devisenkursen kommt zahlreiche Großbanken erneut teuer zu stehen. Fünf Institute müssen insgesamt knapp 5,7 Milliarden Dollar zahlen, wie das US-Justizministerium am Mittwoch mitteilte. Auf die amerikanischen Institute JP Morgan entfallen demnach 550 Millionen, auf Citigroup 925 Millionen Dollar. Die britischen Rivalen Barclays und RBS müssen 650 Millionen sowie 395 Millionen Dollar zahlen.

In der Gesamtsumme von 5,7 Milliarden Dollar sind 1,6 Milliarden Dollar an weiteren Strafen enthalten, die von der US-Notenbank verhängt wurden sowie zusätzliche 1,3 Milliarden Dollar, die an weitere Behörden aus den USA und Großbritannien gehen.

Schweizer UBS verliert Immunität

Bereits am Morgen war bekanntgeworden, dass die Schweizer UBS eine Strafe von 545 Millionen Dollar entrichten muss. Hier sind allerdings auch Bußen für andere Verfehlungen enthalten. Neben der Geldstrafe verliert die Schweizer Bank UBS demnach ihre Immunität und damit den Schutz vor Strafverfolgung. Die Bank of America muss keine Geldstrafe zahlen, sondern nur die von den Behörden geforderte Entschädigung an ihre Kunden zahlen.

Die Regulierungsbehörden beider Länder werfen den Devisenhändlern der großen Institute vor, sich zwischen 2007 und 2013 über Kurznachrichten und Chat-Foren abgesprochen zu haben, um einen Referenzsatz des Devisenmarktes zu manipulieren und sich auf Kosten der Kunden zu bereichern. Demnach wurde der Wechselkurs von Euro und Dollar manipuliert. An dem Chat-Forum beteiligten sich demnach die Händler von Citigroup, JPMorgan Chase, UBS, Barclays und Royal Bank of Scotland.

Die fünf Banken haben sich mit dem Vergleich nunmehr auch mit dem US-Justizministerium geeinigt. Bereits im November hatten mehrere Institute einen Deal im Volumen von 4,3 Milliarden Dollar mit anderen internationalen Aufsichtsbehörden geschlossen.