An dieser Krise sind nicht nur die schrecklichen Manager schuld. Wer nun verhindern will, dass Banken und Unternehmen Risiken eingehen, verhindert nur eines: Wachstum.
In Deutschland hat, gestaffelt von Nord nach Süd, die Feriensaison begonnen. Die Auszeit sei uns gegönnt - wenn wir zurückkommen, wird es trist. Bald, am 15. September, jährt sich zum ersten Mal die große Finanzkrise, die noch längst nicht vorüber ist.
Wer ist Schuld an der Krise - die Manager oder die demokratische US-Regierung von Bill Clinton, die am Anfang der Entwicklung stand? (© Foto: dpa)
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Mit der Pleite der New Yorker Investmentbank Lehman Brothers kam eine Kettenreaktion in Gang, die Finanzinstitute rund um den Globus an den Rand des Abgrunds oder darüber hinaus brachte. Gewaltige Werte wurden vernichtet.
Wahrscheinlich steht nur noch ein Drittel des Geldes zur Verfügung, das die Wirtschaft am Laufen hält, in dem es beispielsweise an Private und Unternehmen verliehen wird, die damit Geschäfte machen. Kein Wunder, dass das Wachstum auf breiter Front einbricht.
Noch ist die Misere erst in den Auftragsbüchern von Millionen Unternehmen abzulesen, aber vom Herbst an wird sie auch die Statistiken prägen. Dann wird die Zahl der Arbeitslosen dramatisch steigen, die Sozialversicherungssysteme werden Not leiden.
Das Tal ist noch tief und lang, ehe es wieder aufwärts gehen wird. Und das für manchen offenbar Verblüffende: All diese Entwicklungen geschehen unabhängig vom Wahlkampf und der Frage, wer nach dem 27. September das Land regieren wird.
In Zeiten wie diesen haben die schrecklichen Vereinfacher Konjunktur. Häufig hört und liest man folgende Logik: Schuld an der ganzen Misere seien gewissenlose und geldgierige Manager. Sie müssten verfolgt, gestellt und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden.
Gibt das Gesetz das nicht her, müsse es eben geändert werden. Wenn es gelänge, die Manager zu bestrafen, sei dem Gerechtigkeitsempfinden Genüge getan und Vorsorge getroffen, dass eine solche Krise nie wieder vorkommt. Doch an dieser vorgeblichen Kausalkette ist so ziemlich alles falsch, was falsch sein kann.
Das beginnt schon mit der Ursachenforschung. In Wirklichkeit waren es ja gar nicht die schrecklichen Manager, die die Krise ausgelöst haben. Vielmehr steht am Anfang der Entwicklung eine demokratische US-Regierung unter dem heute allseits verehrten Alt-Präsidenten Bill Clinton, die in Zeiten eines beispiellosen Booms mittellose Amerikaner mit nach oben ziehen wollte, indem man ihnen Wohneigentum verschaffte.
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Es kann demnächst nur noch lauten: "Wir oder DIE." Und Beise zähle ich zu DIE.
@ElPoste:
"Was aber leider unerwähnt bleibt ist, dass ebenso staatliches Fehlverhalten ein Grund hierfür ist."
Sie schreiben ausnahmsweise was Wahres! (auch wenns natürlich eigentlich nur der fdP-Propaganda vom "Staatsversagen" entspringt - eigene Meinungen haben Sie ja nicht..)
Die korrumpierten Politiker der neoliberalen Einheitspartei INSM mit ihren Blockföten von der cxu/spd/fdp/grüne haben sich und ihr Volk 10 Jahre den bewunderten Herren aus der Hochfinanz verkauft.
Richtigerweise wird in dem Artikel darauf hingewiesen, dass der Ursprung der Finanzkrise in den USA zu suchen ist. Was aber leider unerwähnt bleibt ist, dass ebenso staatliches Fehlverhalten ein Grund hierfür ist. So hat z.B. die Bafin jahrelang Hinweise über das Geschäftsgebahren der HRE/Depfa ignoriert. Ebenso haben deutsche Landesbanken aus mangelndem Wissen in Geschäfte investiert, die sie nicht verstanden haben.
Aha - ein Marc Beise-Lobbykommentar.
Der Casinobetrieb soll also möglichst schnell wieder reibungslos laufen können.
Damit sich der amerikanische Hegemon mit seinen deutschen Volksverwaltern und die restlichen Kapitalrenditeschmarotzer das von den Menschen Erarbeitete weiterhin untereinander aufteilen können.
Also: Alles bleibt beim Alten. Dann ist ja alles Bombe.
Ich lach mit tot. Wunderbare Formulierung. Danke dafür.
Paging