Manager tragen nicht die Verantwortung für ihr Tun, selbst für miserable Leistung kassieren sie Bonuszahlungen. Das muss sich ändern.
Was im mittelalterlichen Königreich die Hausmeier waren, sind in der kapitalistischen Wirtschaft die Manager. Die Hausmeier waren, wie heute Vorstandsvorsitzende, eigentlich nur Verwalter.
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(© Foto: AP)
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Sie waren Vorsteher des Hausgesindes, also leitende Angestellte, gerierten sich aber als Schattenkönige. Als die Hausmeier dann aber wirklich alle Macht hatten, trugen sie auch die Verantwortung. Das ist bei den Managern nicht der Fall.
Anders als die Eigentümer, die mit ihrem Eigentum für Fehlentscheidungen einstehen müssen bis hin zum Konkurs, stehen die Manager für gar nichts ein. Im Gegenteil, sie bereichern sich noch nach ihrem Versagen. Es gibt Boni selbst für Mali, viel gutes Geld für miserable Leistung.
Das ist der Kern des Desasters bei Hypo-Real-Estate, das ist der Kern der Finanzkrise; und das müßte die Stoßrichtung der Demonstrationen sein, wie sie soeben in ganz Europa stattgefunden haben. Da wurde eher pauschal gegen den "Kapitalismus" protestiert und dagegen, dass der Staat dessen Krankenpfleger macht.
Wenn man konkret werden will (und das sollte man, weil sich sonst gar nichts ändert), dann muss gegen die Boni vorgegangen werden - nicht nur wegen deren Höhe, sondern wegen der gefährlichen Fehlsteuerung, die sie bewirken.
Boni verleiten zu kurzfristiger Gewinnmaximierung - zu Lasten langfristiger Risiken. An kurzfristigen Gewinnen verdient der moderne Hausmeier exzellent; wenn der Laden später zusammenbricht, juckt ihn das nicht. Der Gesetzentwurf "zur Angemessenheit der Vorstandvergütung" ändert daran leider nichts.
Es gilt daher, die Regeln zur wirtschaftlichen und rechtlichen Verantwortung zu spezifizieren; wir brauchen ein modernes Hausmeier-Haftungsgesetz.
(SZ vom 30.03.2009/liv)
Mubarak-Prozess in Ägypten
...und ausnahmsweise kommt da ein toller Vorstoß aus den USA, nämlich mit der Strafsteuer von 90 % auf die Bonuszahlungen. Zwar gilt die derzeit nur für Betriebe, die sich aus dem Staatstopf bedienen, aber das lässt sich ja ausweiten.
Ich z.B.habe 58 Jahre gut funktioniert.Habe Kinder großgezogen, die Famile umsorgt, gearbeitet,Doppel- und Dreifachbelastungen ausgehalten. Steuern bezahlt. Mit mir haben das viele Frauen und Mütter durch. Unsere Männer haben versucht den Staat zu stützen und haben uns schwere körperliche Arbeit vom Hals gehalten, sind dafür aber kaputtgearbeitet und krank. Unsere Mütter haben den kaputten Staat aufgebaut. Meine Mutter zum Besipiel war 19 jahre bei Kriegsende, hat also ihre Kindheit und Jugend mit diesen Staat verbraucht.Für unsere Renten haben wir alle ehrlich gearbeitet, wir hätten die Abzüge ja auch in Aktien oder immobilien anlegen können. Nun bekommen alle in der Regierung stolze Gehälter und Pensionen, und Manager werden zu der Arbeit für die sie einen Vertrag haben auch noch belohnt. also wo kann ich nun meine Prämie abholen. Ich wäre sogar bereit diese Prämie in Jugendarbeitsstellen zustecken, damit die Kids nicht den Naziorganisationen nachrennen müssen. Ach ja aber die Prämien müssten auch tatsächlich dann für nachgewiesen arbeitende Leute sein, nciht für solche die sich drücken, oder habe ich das mißverstanden, bekommt man Prämien für Nichtleistung??
Oscar am letzten Samstag auf dem Römerberg in Frankfurt:
"Wenn man gegen Drogenhandel vorgehen will, fragt man ja auch nicht die Mafia um Hilfe."
Das Land ersäuft im Tun der MaNager aus Politik & Wirtschaft weil die Regeln eines Saustalls dies erlauben. Wer ist denn zuständig für diese Regeln ?
Tja, das ist nicht immer klar - denn nur die Umsetzung von Mist scheint zu interessieren bzw. unbegreiflich zu sein. Aber die Moral von der Geschicht:
MaNager sind auch nur ein Teil ... des Saustalls von veregelten Regeln ohne Moral.
... nichts mit Gerechtigkeit zu tun , sondern mit der Frage , ob das bestehende Zivilrecht auch dabei weiter Bestand hat und haben muß . Sehen Sie sich die rechtlichen Klimmzüge an , die die in den USA von seiten der Regierung wegen der Boni bei AIG anstellen .
Ja klar , es kann einem dabei hochkommen !
Paging