Offiziell will sich die Lufthansa wegen der "unübersichtlichen Lage" noch nicht zur aktuellen Entwicklung und den Konsequenzen äußern. Branchenkreisen zufolge läuft aber alles auf einen neuen Partner in Russland hinaus.
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Wichtiges europäisches Drehkreuz
Nachdem die größte Airline des Landes, Aeroflot, bereits fest mit Air France-KLM und der Skyteam-Allianz verbandelt ist, deutet einiges darauf hin, dass sich die Lufthansa bald mit S7 Airlines (früher: Sibir) zusammentun wird. Die größte russische Inlandsfluggesellschaft hat zwar seit längerem Kontakte zur Oneworld-Allianz, in der British Airways und American Airlines wichtige Partner sind. Allerdings hatte sich S7-Chef Wladislaw Filew jüngst äußert interessiert daran gezeigt, bei Star-Alliance-Mitglied Austrian Airlines einzusteigen, wenn der Staatsanteil von knapp 43 Prozent verkauft wird. "Ein europäisches Drehkreuz ist sehr wichtig für uns", sagte Filew kürzlich in Wien und kündigte ein lukratives Angebot für Austrian an.
Ironie des Schicksals: Die ersten Kontakte zu Air Union hatte auch die österreichische Fluggesellschaft geknüpft, Ruhnau und die Lufthansa hatten sich später angeschlossen.
Bei S7 handelt es sich um die ehemalige Aeroflot-Abteilung Nowosibirsk, die sich 1992 aus dem einstigen Moloch ausgründete. Das Unternehmen befindet sich zu 65 Prozent im Besitz von Filews Frau Natalja, der Rest ist in Staatsbesitz.
Schon 2007 hatte die Lufthansa erwogen, statt Air Union S7 als russischen Partner auszuwählen. Jedoch wurden Air Union die besseren Perspektiven und politischen Drähte in einflussreiche Kreise nachgesagt. Außerdem war im Juli 2006 gerade ein S7-Airbus in Irkutsk verunglückt. Bei dem Unfall waren 124 Menschen ums Leben gekommen.
Von Wnukowo nach Domodedowo
Filew ist eindeutig anzumerken, dass er für seine auf den Inlandsmarkt fokussierte Fluggesellschaft dringend europäische Partner sucht. Erst vergangene Woche gab er bekannt, dass S7 bald alle alten Flugzeuge aus der Sowjetzeit ausgemustert haben wird. Stattdessen will er zusätzliche Boeing-Jets leasen, um das Image weiter zu polieren und die Treibstoffkosten zu senken.
Neben S7 kämen für die Lufthansa als russische Partner wohl nur noch die deutlich kleineren Transaero und UTair in Frage. Transaero konzentriert sich allerdings mehr auf internationale Langstrecken und ist daher nur eingeschränkt interessant. UTair müsste erst umziehen - von Wnukowo nach Domodedowo.
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(SZ vom 16.9.2006/dpa/Reuters/kim/jkr/mel)
Guvieh...
Sie werden doch wissen, daß Deutschlands sozialster und ungefärbtester Gasdemokrat Rußland eigenhändig und akribisch untersucht und es als lupenreine Demokratie geoutet hat!
der engagiert sich in Russland. Deshalb Finger weg von der Gangsterrepublik.