Libor-Skandal Deutsche Bank rechnet mit Milliardenstrafe

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt ARCHIV - Das Logo der Deutschen Bank leuchtet am 08.01.2014 im Abendlicht auf der Fassade des größten deutschen Geldinstituts in Frankfurt am Main (Hessen). Foto: Arne Dedert/dpa (zu dpa 'Strategiedebatte und Streik: Wohin steuert die Deutsche Bank?' vom 20.04.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)
  • Die Deutsche Bank weist für das erste Quartal Kosten von 1,5 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten aus.
  • Regulierer in den USA und Großbritannien wollen angeblich am Donnerstag eine Einigung im Libor-Skandal bekannt geben. Die Strafe soll 1,4 Milliarden betragen.

Rechtsstreitigkeiten kosten die Deutsche Bank im ersten Quartal rund 1,5 Milliarden Euro. Diese Kosten seien größtenteils steuerlich nicht abzugsfähig, teilte das Geldhaus am Mittwochabend mit. Trotzdem werde die Deutsche Bank im ersten Quartal einen Gewinn ausweisen und Erträge fast auf Rekordniveau verzeichnen.

Die Bank ließ offen, für welche Rechtsfälle die Kosten anfallen. Es wird erwartet, dass sich die Strafe im Skandal um Zinsmanipulationen auf über 1,5 Milliarden Dollar beläuft. Ein Vergleich mit den Regulierern in Großbritannien und den USA soll bereits diesen Donnerstag verkündet werden.

In den Zinsskandal sind Banken rund um den Globus verstrickt. Nach Erkenntnissen von Regulierern hatten sich einzelne Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. An solchen Zinssätzen hängen weltweit Geschäfte in einem Volumen von vielen hundert Billionen Dollar. Etliche Institute haben in den vergangenen Jahren Vergleiche mit verschiedenen Instanzen geschlossen. Von der EU-Kommission war die Deutsche Bank bereits Ende 2013 zu einer Strafe von 725 Millionen Euro verdonnert worden.

Deutsche Bank soll 1,4 Milliarden Euro zahlen

Die Deutsche Bank könnte sich im Libor-Skandal bald mit den USA und Großbritannien einigen - dann würde es teuer für das Institut. mehr ...