Lebensmittelskandal in China Eselfleisch von Wal-Mart enthielt Fuchs

Ein Wal-Mart in Shenzhen: Chinas Lebensmittelmarkt ist billionenschwer

Der Lebensmittelskandal könnte Kunden verschrecken: Wal-Mart muss in China Eselfleisch zurückrufen, weil es DNA von anderen Tieren enthält. Dabei will der größte Einzelhändler der Welt in dem Land expandieren.

China ist einer der größten Märkte der Welt. Im Jahr 2016 werden die Chinesen 1,5 Billionen Dollar für Lebensmittel ausgeben, schätzen Analysten. Das lockt den größten Einzelhändler der Welt, den US-Konzern Wal-Mart.

Der hat nun jedoch mit einem Lebensmittelskandal in dem Land zu kämpfen: Wal-Mart ruft Eselfleisch zurück, weil darin DNA anderer Tiere gefunden wurde. Die Aufsicht der östlichen Provinz Shandong hatte in Proben Fuchsfleisch entdeckt.

Wal-Mart will den Kunden eine Erstattung auszahlen, die das Eselfleisch namens "Five Spice" gekauft haben. Der Konzern arbeite mit den Behörden zusammen, teilte er mit. Diese untersuchen nun die chinesischen Zulieferer des Einzelhändlers.

Eselfleisch ist laut der Nachrichtenagentur Reuters in manchen Regionen Chinas ein beliebter Snack. Im Gesamtmarkt sei das Produkt aber nur eine Nische: 2011 wurden 2,4 Millionen Esel geschlachtet.

In den nächsten Jahren will Wal-Mart 110 neue Läden eröffnen. Die Expansion könnte durch Lebensmittelskandale gefährdet werden. Der Fuchsfleisch-Fall beschädige das Image des Händlers, sagte der Analyst Shaun Rein von China Market Research der Nachrichtenagentur Reuters. "Reiche Konsumenten werden Vertrauen verlieren." Seinen Berechnungen zufolge ist Wal-Marts Marktanteil in den vergangenen drei Jahren bereits von 7,5 auf 5,2 Prozent gefallen.