Zehn der 16 Bundesländer streben laut einer Umfrage eine weitreichende Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten an. Die meisten Länder wollen nur noch den Sonntag reglementieren.
An Werktagen solle der Ladenschluss bei der ganz überwiegenden Mehrheit der Länder völlig freigegeben werden, berichtete das Handelsblatt. Nur das Saarland wolle der Umfrage unter allen Bundesländern zufolge die Ladenöffnungszeiten nicht ausweiten. Fünf Länder seien noch unentschlossen.
Sonn- und Feiertage sind den meisten Landesregierungen noch heilig. (© Foto: dpa)
Anzeige
Am weitesten reichten die Pläne in Brandenburg. Die Landesregierung halte eine völlige Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten für denkbar und schließe in ihre Überlegungen auch die Sonntage ein.
Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) sagte dem Handelsblatt: "In längeren Öffnungszeiten sehe ich auch die Chance für mehr Arbeit. Wenn der Einzelhandel verbindlich erklärt, dass er zusätzliche Arbeitsplätze schafft, soll er aufmachen können, wann er will."
Die anderen Bundesländer, die eine Liberalisierung der Öffnungszeiten anstreben, machen sich laut Zeitung für das "Modell 6 x 24" stark. Es sehe vor, dass Händler von Montag bis Samstag jeweils 24 Stunden öffnen dürfen.
An einem weitgehenden Schutz der Sonn- und Feiertage wollten diese Länder jedoch festhalten.
Es liegt nun an Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), die Voraussetzungen für eine Freigabe des Ladenschlusses zu schaffen.
Mubarak-Prozess in Ägypten