Die beiden großen Kirchen haben beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen die verkaufsoffenen Sonntage in Berlin eingereicht.
Der Sonntag sei im Grundgesetz als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erbauung geschützt.
(© Foto: dpa)
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Mit der Freigabe von bis zu zehn verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr einschließlich der vier Adventssonntage verstoße der Berliner Gesetzgeber gegen die Verfassung, erklärten die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin am Montag.
In Berlin alle Adventssonntage geöffnet
Unterstützt wird die Klage von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.
Sonn- und Feiertage seien durch die Verfassung (Artikel 140) geschützt. Eine Aufhebung des Sonntagsschutzes durch das Berliner Abgeordnetenhaus könne keinen Bestand haben, erklärten die Kirchen weiter.
Besonders eklatant sei der Verstoß in Berlin, weil alle Adventssonntage für die Ladenöffnung freigegeben worden seien. Damit sei im Dezember die Freigabe des Sonntags die Regel, der Schutz dagegen die Ausnahme.
Berlin hat seit Ende 2006 die Ladenöffnungszeiten weitgehend freigegeben. Die Geschäfte können montags bis samstags rund um die Uhr öffnen. An Sonn- und Feiertagen müssen sie bis auf die genannten Ausnahmen geschlossen bleiben.
(sueddeutsche.de/dpa/hgn/mah)
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Der Fleischer würgt die Kuh
Der Arzt entfernt die Greze
Mein Kind, und was machst du?
- Ich nähe keine Westen
Ich hol auch keine Milch
- Was gibst du dann zum Besten?:
Tja, vielleicht singe ich in der Oper oder ich halte einen Gottesdienst.
Das läuft ja bei einigen hier genauso unter "Arbeit" wie die vom Sonntagsarbeitsverbot SELBSTVERSTäNDLICH ausgenommenen Krankenschwestern etc. pp. huströchel...
Was habt ihr eigentlich für'n Arbeitsbegriff? He?
Kirchensteuer staatlich einzutreiben ist ein Religt aus dem tausendjährigen Reich. Wenn die Kirche sich nicht mehr damit indentifizieren möchte sollte sie diese Zwangseintreibung abschaffen.
Damit wäre das Argument
Gerhard Berlin: Nicht vergessen austreten! hinfällig
Aber das wird sie wohl nicht machen, ist doch viel einfacher so, an die Kohle von anderen zu kommen. Und die Politik hilft mit indem sie den Austritt Kostenpflichtig gemacht hat.
Ich wäre auch für die Abschaffung aller kirchlichen Feiertage, dann könnte man auch noch ohne Kohle schoppen gehen. Die Staatlichen Feiertage halte ich auch für unnötig. z.B. der 3.10. (9.11.)hat uns so viel Geld gekostet, das wir ein wenig aufs schoppen verzichten müssen. Also los rund um die Uhr arbeiten 7 Tage / 52 Wochen / 50 Jahre und dann ab in die Kiste. So haben es die Volksvertreter bestimmt am liebstem. Leute wacht auf, ohne Moos nicht los, 15 % der Bevölkerung ist schon überschuldet, reicht der Samstag von 10 Uhr bis 22 Uhr nicht aus, das Geld los zu werden. Und mit der Kirche möchte ich das überhaupt nicht verknüpft sehen als Atheist.
Mein Gott (sic!) ich kann es echt nicht mehr hören und lesen, das mit der Sonntagsruhe.
Erst Verdi, jetzt die Kirche. Für wen sprechen die eigentlich?
Nur für katholische Einzelhandelsangestellte, sollte man meinen.
Ansonsten nehmen diejenigen, die diese anachronistische Forderung unterstützen doch sonst billigend in Kauf, dass bereits ein großer Teil der Bevölkerung Sonnatgs arbeitet:
Wer bäckt am Sonntag die Semmeln?
Wer zapft am Sonntag das Bier?
Wer serviert am Sonntag in der Gaststätte das Essen?
Wer fährt am Sonntag die Bahn?
Wer schreibt am Sonntag die Zeitung für Montag?
Wer macht das Radio? Das Fernsehen am Sonntag?
Wer singt in der Oper?
Wer füttert im Zoo die Tiere? Wer läßt die Familien dort hinein?
Wer füttert am Sonntag das Vieh, melkt die Kühe?
Was ist mit Polizisten, Ärzten, Krankenschwestern?
Alles Menschen zweiter Klasse? Uninteressant für die Kirchen?
Also, wer genau ist jetzt nochmal gemeint gewesen? Wieviel Prozent der Bevölkerung?
@Jan.de
Kann Ihnen nur beipflichten. Es sollte jedem überlassen sein, wann er öffnet und wie lange. Macht er an diesen Tagen Verlust ist doch wohl die Schlussfolgerung klar.
übrigens die so genannten Argumente in den Antworten auf Ihren Beitrag sind mit TELLERRAND und SCHEUKLAPPEN wohl eher daneben!
Ich würde niemals einem Händler vorschreiben wollen, wann er sein Geschäft öffnen soll. Da haben Sie mich falsch verstanden. Andererseits sehe ich aber auch nicht ein, dass man Händlern verbieten soll, ihre Geschäfte zu öffnen, wenn ihre Kunden einkaufen wollen. Das sollte man jedem selbst überlassen.
Ich gehe davon aus, dass nur in wenigen Fällen eine Öffnung des Geschäfts am Sonntag für den Händler wirtschaftlich sinnvoll ist.
Allerdings hat das mit Religion wenig zu tun, wie andere Beiträge auch zeigen. In Ländern, die sehr viel religiöser sind als Deutschland, hat niemand ein Problem damit, am Sonntag zu arbeiten. Daher ist es komisch, dass ausgerechnet in D Kirchenleute sich hier so stark zu Worte melden. Die sollten sich weniger um geöffnete Geschäfte am Sonntag Gedanken machen als viel mehr um ihre leeren Gotteshäuser am Sonntag.
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