Kursgewinne an Börsen Dax erreicht neuen Höchststand

Die Börsen in den USA und Deutschland steigen auf die besten jemals erzielten Werte. Grund sind das billige Geld im Euro-Raum und positive Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt.

Der Kaufrausch an den Börsen ist zurück: Die Geldpolitik der Notenbanken hat die Kurse in die Höhe getrieben, die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank hat Investoren zu Käufen animiert.

So schloss der deutsche Aktienindex Dax mit dem höchsten Schlusskurs aller Zeiten. Der Frankfurter Börsenindex stand am frühen Abend bei 8122,29 Punkten. Noch nie hatte der wichtigste deutsche Börsenindex am Ende eines Xetra-Handelstages höher gestanden, lediglich im Handelsverlauf hatte er am 13. Juli 2007 tagsüber das Rekordhoch von 8151,57 Punkten erreicht. Der vormalige Höchststand beim Börsenschluss wurde am 16. Juli 2007 mit 8105,69 Punkten erreicht. Damals gab es noch keinerlei Anzeichen für eine Finanzkrise.

Da das Geld im Euro-Raum so billig ist wie nie, versprechen Sparbuch und Staatsanleihen nur mickrige Erträge. "Was als Anlagealternative bleibt, ist der Aktienmarkt", sagt Robert Halver von der Baader Bank. Die vorhandene Liquidität treibt dort nun die Kurse in die Höhe.

Auch die US-Börsen erreichten ein Rekordhoch. Der Dow-Jones-Index an der Wall Street überwand im Handelsverlauf erstmals die Marke von 15.000 Punkten. Der Dow fiel zum Handelsschluss wieder unter die Marke von 15.000 Punkten und stand am Ende bei 14.973,96 Punkten.

Neben der Politik der Notenbanken war es vor allem eine Nachricht aus den USA, die auf bessere Zeiten für die Konjunktur und damit für die Aktiengesellschaften hoffen lässt: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im April um 165.000, während Volkswirte nur ein Plus von 140.000 Stellen erwartet hatten.

Die Arbeitslosenquote sank überraschend von 7,6 auf 7,5 Prozent. Damit liegt die Quote auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Sie liegt aber noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund sechs Prozent.