Dem Frankfurter Institut droht in den USA offenbar eine Klage wegen möglicher Benachteiligung von Frauen am Arbeitsplatz.

Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC habe der Bank in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie Hinweise auf Benachteiligung einer ehemaligen Angestellten in der Wertpapiersparte habe, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag unter Berufung auf einen entsprechenden Beschluss der EEOC. Sollte sich die Bank nicht auf eine angemessene Lösung verständigen, drohe ihr ein Gerichtsverfahren.

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Die Deutschen Bank wollte das Verfahren nicht kommentieren.

Grundsätzlich werde Diskriminierung bei der Deutschen Bank allerdings nicht toleriert, erklärte ein Bank-Sprecher. Dies sei "integraler Bestandteil der Unternehmenskultur".

Bonus zu niedrig

Laut FAZ wirft eine ehemalige australische Mitarbeiterin, die von 2001 bis 2004 bei der Deutschen Bank in New York arbeitete, in einer im April 2005 eingereichten Klage ihrem damaligen Vorgesetzten unter anderem vor, ihr trotz herausragender Leistungen einen verglichen mit männlichen Kollegen niedrigeren Bonus gezahlt zu haben.

Außerdem ist in der Klageschrift dem Bericht zufolge von einer "Kultur der Diskriminierung" bei der Bank die Rede. Hier werden unter anderem angebliche Striptease-Club-Besuche von männlichen Mitarbeitern genannt.

Mehrere Klagen in den USA in ähnlichen Fällen hatten in den vergangenen Jahren zu außergerichtlichen Vergleichen in Millionenhöhe geführt. So musste die Investmentbank Morgan Stanley vor zwei Jahren 54 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro) zahlen.

Die Investmentbank Dresdner Kleinwort, eine Tochtergesellschaft der Allianz, ist von mehreren weiblichen Angestellten wegen Verweigerung von Beförderungen und ungleicher Bezahlung verklagt worden.

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