Wirtschaftsforscher lassen kaum ein gutes Haar an der neuen Bundesregierung. Der Wirtschaftsweise Bofinger fürchtet um die Zukunftsfähigkeit des Landes.
Der Wirtschaftsforscher Peter Bofinger rechnet mit einem "brutalen Sparkurs" als Folge der von Schwarz-Gelb geplanten Steuersenkungen. Da das strukturelle Staatsdefizit ab dem Jahr 2011 aufgrund der Schuldenbremse gesenkt werden müsse, werde von diesem Zeitpunkt an "das Brecheisen an staatliche Aufgaben angesetzt", sagte Bofinger der Passauer Neuen Presse.
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Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger befürchtet, dass die Bundesregierung absichtlich einen "Schmalspur-Staat" herbeiführt. (© Foto: dpa)
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Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Wirtschaftsweise") befürchtet, dass die Bundesregierung absichtlich einen "Schmalspur-Staat" herbeiführt.
Bofinger: "Im ersten Schritt wurde die Schuldenbremse vereinbart. Jetzt werden Steuern maximal gesenkt. Die Folge ist der Zwang, die Ausgaben dann ab 2011 umso brutaler zusammenzustreichen." Die Einsparungen würden vor allem zu Lasten von investiven Ausgaben "und damit zu Lasten von Wachstum und Beschäftigung" gehen.
Deutschlands Zukunftsfähigkeit wird gefährdet
"Die Zukunft hat keine Lobby", sagte Bofinger. "Es ist immer am einfachsten, solche Ausgaben zu sparen, die kaum jemandem direkt weh tun. Ich sehe die Gefahr, dass der Steuersenkungskurs zu Streichungen bei den Ausgaben für Bildung, Forschung und Entwicklung und Infrastruktur führt. Deutschlands Zukunftsfähigkeit wird durch den Steuersenkungskurs massiv gefährdet." Die Bundesregierung betreibe "keine verantwortliche Politik".
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) verhielten sich "wie ein Ehepaar, dem das Geld fehlt, das defekte Dach des Eigenheims zu erneuern, und das trotzdem erst mal eine Weltreise unternimmt", sagte Bofinger.
Auch die Bundesbank kritisierte die Steuererleichterungen mit Blick auf den EU-Stabilitätspakt: "Zusätzliche Defizit erhöhende Maßnahmen in einem Land, für das bereits ein Defizitverfahren eröffnet wurde, stehen nicht im Einklang mit dem Pakt", schrieben die Experten.
Nach Einschätzung von Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), sind einige der ersten Beschlüsse der neuen Bundesregierung zur Wachstumsförderung im Hinblick auf die Konjunktur sinnlos.
Er sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, Entlastungen wie die Mehrwertsteuerermäßigung von Hotels oder Kindergeld und Kinderfreibetrag würden "keine konjunkturellen Effekte haben". Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz verdiene seinen Namen nur dort, wo es die Unternehmen bei Körperschafts- und Gewerbesteuer entlaste.
Anders als die Wirtschaftsweisen lehnte der IW-Direktor die Steuerpläne der Regierung nicht pauschal ab, sondern sieht hier langfristig Spielräume. "Grundsätzlich muss in der gegebenen angespannten Situation des Staatshaushalts jede Steuersenkung mit einem glaubwürdigen Konsolidierungsprogramm unterlegt werden."
Sei dies nicht gegeben, würden sich die Steuersenkungen nicht auf das Wachstum auswirken. "Wird die Konsolidierungsaufgabe der öffentlichen Haushalte aber realistischerweise auf eine Dekade bezogen, dann entstehen auch Spielräume für Steuersenkungen", so Hüther.
"Bürokratiemonster"
Die Grünen dringen derweil auf eine Prüfung der schwarz-gelben Steuerpläne durch den Normenkontrollrat der Bundesregierung. "Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Hotels, der als Teil des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes ab dem 1. Januar 2010 gelten soll, wird sich als Bürokratiemonster erweisen", sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Kerstin Andreae, der Frankfurter Rundschau.
Daher müsse der Normenkontrollrat in die Beratung einbezogen werden. Dies lehnt die Koalition bisher wegen des engen Zeitplans für die Verabschiedung ab. Die FDP habe stets gefordert, bei jedem Gesetz die Bürokratiekosten durch den Normenkontrollrat prüfen zu lassen, sagte Andreae. Nun müsse sie beim ersten Gesetz der neuen Koalition zeigen, dass sie es ernst meine.
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(sueddeutsche.de/dpa/pak/hgn)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
An einer normalen Schule sollten etwa 70 Beamte sein, die meisten in A12/A13/A14. Das sind 1/4 Mio Euro im MONAT als Nettolohnsumme der Beamten, hinzu käme eine Pensionsumlage von etwa 35% dessen. Ich wette, für _maximal_ 10.000 im Monat würde jeder Obsthändler dort "ausreichend" Ware abliefern. Klar dass angesichts der Kosten alleine beim Personal (Gebäude, Instandhaltung, Heizung extra) für Schulobst kein Geld mehr da ist.
Hammer des Tages. Gerade gelesen. Der hessischen Regierung ist Schulobst zu teuer!
Begründungen zur allgemeinen Belustigung: In der Wirtschaftskrise gäbe es wichtigere Themen. Die Kinder brauchen keine Belehrung. Kinder essen sowieso Obst. Früher war es selbstverständlich, daß Kinder ein Pausenbrot mitbekommen haben.
"Der Staat hat sich auf Betreiben neoliberaler Kräfte, nicht nur der INSM, sondern weiter Teile der Wirtschaft und Politiker aller etablierter Parteien bereits in den zurückliegenden Jahren so arm gemacht, dass wir von allen Industrieländern die geringsten Ausgaben für Bildung und Kinderbetreuung haben."
Quelle? Bezogen auf das BIP, Absolutausgaben pro Kopf in Dollar oder kaufkraftbereinigt? Frankreich hat z.B. nach OECD Daten etwa 950.000 Leute im Bildungssystem, Deutschland 1.39 Mio. Pro Kopf (60 vs. 80 Mio Einwohner) sind wir vorne. Die OECD Datenbank zeigt mir in vielen Punkten ein anderes Bild. Wir geben "nur" ein Schweinegeld für unser Bildungs-Personal aus, für alle anderen Ausgaben im Bildungssektor bleibt nix mehr übrig. Das ist wohl wahr, aber man kann jeden Euro nur einmal ausgeben.
Ich warne übrigens davor auf das BIP zu normieren, da ein Absinken des BIP wie aktuell in der Krise zu einer prozentualen Steigerung der Bildungsausgaben führt. Gute Idee eigentlich ("gegensteuern"), was aber methodisch betrachtet eine Nonsens-Aussage ist.
"ich bin erwachsen und stecke in keinen Kinderschuhen" ? sicher?
"und werde Sie nun einfach ignorieren"? schade.
"Da ich in Nordafrika lebte, sollten Sie es vermeiden, mich als rassistisch und herablassend zu bezeichnen"? Soweit ich weiß leben auch in Nordafrika Rassisten, siehe Darfur: "Insbesondere die Dschandschawid - arabische Reiter-Nomaden - begehen schwere Menschenrechtsverletzungen, dazu gehören die Zerstörung von Dörfern, Massaker an der Zivilbevölkerung und Vergewaltigungen".
Im Übrigen warst du überhaupt nicht direkt angesprochen, also sei bitte nicht traurig.
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