Die beiden Vorzeigebanken Schottlands, die Royal Bank of Scotland und die Halifax Bank, müssen mit einem Milliardenprogramm gerettet werden. Ihre Champagnerpartys lassen sie sich dennoch nicht nehmen.
Sam Greenhill, Reporter der britischen Daily Mail schäumt: "Weniger als einen Monat nach einer Geldspritze der Steuerzahler von 20 Milliarden Pfund (rund 24,4 Milliarden Euro) verschwendet die Royal Bank of Scotland 300.000 Pfund (rund 367.000 Euro) auf einer geheimen Champagnerparty für ihre Manager".
Royal Bank of Scotland: "300.000 Pfund verschwendet". (© Foto: AP)
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Mittlerweile hat die Bank die Party, nicht aber die Höhe der ausgegebenen Summe bestätigt. Man habe die Feier für 40 Angestellte und deren Lebenspartner veranstaltet, um die "herausragende Performance und den exzellenten Kundenservice der Mitarbeiter zu belohnen", sagte eine Sprecherin der Bank. Offenbar haben die Veranstalter geahnt, dass die Feier Ärger verursachen würde. Nach Angaben des Scotsman wurde die Party kurzfristig von einem Nobelhotel in die Zentrale der Bank bei Edinburgh verlegt. Außerdem sollen die Mitarbeiter angehalten worden sein, die Festveranstaltung strikt vertraulich zu behandeln.
Fernsehkomiker lästert über Finanzkrise
Die Empörung in britischen Medien ist auch deshalb groß, weil die Halifax Bank of Scotland (HBOS), die zwölf Milliarden Pfund (rund 14,7 Milliarden Euro) Stütze vom Staat braucht, gleichzeitig eine angeblich noch teurere Party gefeiert hat. Hier feierten rund 300 Angestellte der Bank und etwa 70 Gäste in einem der besten Hotels von Edinburgh. Dort soll News of the World zufolge auch der Fernsehkomiker Patrik Kielty aufgetreten sein, der sich über die Finanzkrise lustig machte.
Ein zweiter Grund für den Ärger der Schotten über ihre Banker in Feierlaune ist gekränkter Nationalstolz. HBOS und RBS, die beiden größten Traditionsbanken des Landes galten vor Ausbruch der Finanzkrise in Schottland als nationale Symbole des wirtschaftlichen Erfolges. Sie müssen nun mit einer Summe gerettet werden, die etwa dem Staatshaushalt Schottlands entspricht.
(sueddeutsche.de/cmat/mel)
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Warum sollten die Banker nicht feiern, ist doch nicht ihr Geld welches verzockt wurde und der Staat trägt die Verluste. Ausserdem wurden ja auch ausschliesslich verantwortungsvolle und erfolgreiche Manager mit der Party ausgezeichnet. Und 365000 Euro sind ja nur Möhrchen - auch wenn ca 100 ärmere Bürger davon ein Jahr hätten leben können. Die nächste Party kommt bestimmt.
Die Postbank hat dem Vorstand ja auch eine Bonuszahlung von je einem Jahresgehalt genehmigt wegen der guten Arbeit. Davon können die Schampus wenigstens selber bezahlen (aber nur billigen).
Politik will mit ihren Steuergroschen erreichen das die Banker weiter feiern können.Siehe Merkel und Steinbrück,auch sie vergeben die Millionen zum zocken an die Banken,shortselling ist angesagt.
Ich denke, die verstehen gar nicht was die Menschen von Ihnen wollen. Ansonsten hätten sie die Teilnehmer nicht um Stillschweigen gebeten, sondern derartige Veranstaltungen abgesagt.
Daher: Warum begeben sich also nicht mehr Banken in Deutschland unter den Schutzschirm? Natürlich wegen der Begrenzung der Vorstandsgehälter.
Man kann von Bankmanagern nicht erwarten, daß sie moralischen oder ethischen Anforderungen genügen. Sie haben es uns ja selbst jahrelang erzählt .. solche Maßstäbe gelten für sie nicht. Denn sie sind immer noch -Masters of the Universe- und wer daran gezweifelt hat, wurde mit den Rettungspaketen der Regierungen eines besseren belehrt.
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