Kriselnder Autobauer Frankreich verspricht Rückhalt für Peugeot Citroën

Der Autobauer PSA Peugeut Citroën steckt in der Krise.

(Foto: AFP)

Der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroën steckt in der Krise: Vor allem die Verkäufe in Südeuropa sind aufgrund der Schuldenkrise eingebrochen. Nun denkt der französische Staat anscheinend über Kapitalbeteiligung nach. Das Unternehmen dürfe nicht verschwinden, so die Botschaft aus dem Finanzministerium.

Die Absatzflaute auf dem europäischen Automarkt trifft die Hersteller hart. Besonders die französische Firma PSA Peugeot Citroën leidet darunter und schafft es nicht, seine Produkte angemessen zu verkaufen. Am Donnerstag kam für PSA die nächste Horrormeldung: Der Konzern muss etwa vier Milliarden Euro abschreiben.

Angesichts der Krise, erwägt nun der französische Staat bei der Firma einzusteigen. Finanz-Staatssekretär Jérôme Cahuzac bezeichnete am Freitag eine Kapitalbeteiligung als "möglich". Er verwies dabei auf den staatlichen Investitionsfonds FSI. "Dieses Unternehmen kann nicht, darf nicht verschwinden", sagte Cahuzac. Damit das Unternehmen fortbestehe, "muss das gemacht werden, was gemacht werden muss".

Wenig später betonte das Finanzministerium in Paris allerdings, ein solcher Schritt stehe "nicht auf der Tagesordnung".

Krachender Absatzeinbruch

Der PSA-Konzern hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, in der Bilanz für das Jahr 2012 neue Abschreibungen in Höhe von rund 4,1 Milliarden Euro zu verbuchen. Das Unternehmen steht damit vor einem Rekordverlust. PSA kappte nach eigenen Angaben den Buchwert seiner Anlagen und weiterer Posten um fast ein Drittel.

Grund seien neue Bilanzierungsregeln sowie die schwindende Hoffnung auf eine baldige Erholung der Branche. Der Konzern will seine Jahresbilanz am 13. Februar vorlegen.

Das vergangene Jahr hatte das Unternehmen mit einem krachenden Absatzeinbruch abgeschlossen. Peugeot steckt seit längerem tief in der Krise. 2012 hatten die Franzosen eine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls kriselnden Autobauer Opel besiegelt, um Kosten zu senken. Sowohl Peugeot als auch Opel schreiben rote Zahlen.