Die Wirtschaft im Süden des Kontinents wächst so stark wie seit 30 Jahren nicht. Doch die Bevölkerung hat bislang wenig davon.
Viele Entwicklungsländer profitieren von den steigenden Rohstoffpreisen und zeigen sich in Zeiten der Finanzkrise wirtschaftlich robuster als große Industrienationen. Zu diesem Ergebnis kommt der Jahresbericht für Handel und Entwicklung (Unctad) der Vereinten Nationen. Vor allem Länder im südlichen Teil Afrikas und Ostasiens gelten demnach als Exporteure zu den großen Gewinnern von den stark steigenden Preisen für Öl, Gas und Metalle.
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Während die Wirtschaft vieler afrikanischer Staaten dank teurer Rohstoffauslieferungen kräftigt wächst, kommt bei den einfachen Arbeitern wenig von den Gewinnen an. (© Foto: Reuters)
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Verlierer sind die wichtigen Industrieländer
Als geradezu "unverwüstlich" bezeichnet der UN-Bericht die wirtschaftliche Lage der Entwicklungsländer in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Von den 49 am wenigsten entwickelten Ländern liegen nach Angaben der Vereinten Nationen 33 in Afrika und zehn in Asien. Zwar könnten diese Länder der weltweit abflauenden Konjunktur nicht gänzlich entkommen, dennoch erlebe der dortige Handel derzeit wirtschaftliche Glanzzeiten: Die Länder südlich der afrikanischen Sahara-Wüste - mit Ausnahme Südafrikas - boomen so kräftig wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.
So soll die Wirtschaftskraft in Teilen Afrikas und Ostasiens nach UN-Berechnungen in diesem Jahr um mehr als sieben Prozent zulegen. Weltweiter Spitzenreiter bleibt 2008 aber China mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von zehn Prozent. Dies liegt anderthalb Prozent unter dem Vorjahreswert. Verlierer sind die wichtigen Industrieländer: Für die USA, Japan und die Europäische Union sagt der UN-Bericht ein Wachstum zwischen 1,4 und 1,8 Prozent in 2008 voraus.
Erhöhte Exporteinnahmen
Gründe für den Zuwachs der ökonomischen Bedeutung von ärmeren Regionen gibt es laut Unctad viele: Vor allem die steigenden Preise für Rohöl, das sich in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 180 Prozent verteuert hat. Auch die Preise für Minerale und Metalle sind insgesamt um mehr als 260 Prozent gestiegen. Die dadurch erhöhten Exporteinnahmen kurbelten die Wirtschaft in ärmeren Regionen an.
Gleichzeitig ist die Verschuldung der Entwicklungsländer zurückgegangen: Die Industrieländer haben armen Staaten zwischen 2004 und 2006 pro Jahr rund 17,5 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten erlassen.
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Krise verschont Entwicklungsländer. Wie der Autor zu dieser Überschrift kommt, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Verfügt eines der Drittweltländer über keine Bodenschätze, dann gilt der vorgenannte Satz nicht mehr. Leider geht aus dem Bericht auch nicht hervor, wie wahrhaft gigantisch die Korruption gerade auch in den afrikanischen Ländern ist. Wenn man dem wohl kompetenten Urteil des Kap Anamour - Gründers Rupert Neudeck glauben darf, oder eher muss, ist die komplette Entwicklungshilfe - Politik des Westens gescheitert.
Wir werden es wahrscheinlich erleben müssen, wenn wieder neue Konflikte mit neuen Waffen ausbrechen. Waffen, die von Despoten und korrupten " Politikern" von dem Erlös aus den Bodenschätzen kaufen. Klar, dass man darauf höchst ungern eingeht, ist doch einer der größten Zahler in die UNO zugleich auch der am meisten profitierende an diesem schmutzigen Spiel.
Den Satz "Die Wirtschaft wächst so stark nie. Doch die Bevölkerung hat bislang wenig davon." habe ich schon mal gehört und zwar nicht in Afrika, sondern in einem Land, das der größte Netto-Zahler der EU ist.
Schuldknechtschaft, Nepotismus und Neokolonialismus haben hohe Wachstumsraten?
Wachstumsraten von welcher Ausgangssituation?
Soll das der Beleg für eine Erfolsgeschichte sein?
Böser böser Neoliberaler Kapitalismus. Zum Glück haben wir den nicht in Europa. Das wäre nicht schön. :-)
Während die Wirtschaft vieler afrikanischer Staaten dank teurer Rohstoffauslieferungen kräftigt wächst, kommt bei den einfachen Arbeitern wenig von den Gewinnen an. ..
Die neoliberale Wirtschaftsideologie hat eben überall nur 10% Gewinner.... der Rest bezahlt die Sause.