Der Deutschlandchef von T-Mobile, Philipp Humm, zieht die Konsequenzen aus dem Datenskandal: Er legt sein Amt als Sprecher der Geschäftsführung der Telekom-Tochter nieder.
Konsequenzen nach dem Datenklau-Skandal: Der bisherige T-Mobile-Deutschland-Chef Philipp Humm legt sein Amt als Sprecher der Geschäftsführung nieder, teilte die Telekom am Mittwochabend mit. Humm konzentriere sich künftig allein auf die Führung des integrierten Vertriebs für Privat- und Geschäftskunden.
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Der bisherige T-Mobile-Deutschland-Chef Philipp Humm gibt sein Amt als Sprecher der Geschäftsführung ab. (© Foto: ddp)
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Der künftige Sprecher der Geschäftsführung soll für die Bereiche Recht, Datenschutz und Unternehmenssicherheit zuständig sein, aber nicht mehr zusätzlich für den Vertrieb. Durch die Auflösung der Doppelfunktion soll dem Thema Datenschutz eine höhere Aufmerksamkeit verliehen werden, hieß es weiter. Der neue Sprecher soll so schnell wie möglich berufen werden.
Unternehmen informiert Justiz
Unabhängig von der rechtlichen Beurteilung übernehme Humm "die Verantwortung für die jüngsten Datenvorfälle und deren Aufarbeitung bei der T-Mobile Deutschland", teilte das Unternehmen mit. Die Telekom hatte Anfang Oktober nach entsprechenden Medienberichten eingeräumt, dass sich persönliche Daten von Millionen T-Mobile-Kunden - darunter offenbar viele Prominente - in fremden Händen befinden. Nach Darstellung des Unternehmens wurden die Daten 2006 entwendet. Die Telekom habe damals die Staatsanwaltschaft Bonn informiert und ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/hai/mel)
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