Die Konjunktur in Deutschland läuft offenbar besser als gedacht. Auf 2,6 Prozent haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstute ihre Wachstumsprognose für 2007 angehoben

Der Aufschwung in Deutschland verliert nach Ansicht führender Wirtschaftsforscher auch 2008 nur wenig Kraft und sorgt für weniger Arbeitslose sowie Überschüsse im Staatshaushalt.

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr, erwarten die Institute in ihrem Herbstgutachten 2007 ein Wachstum von 2,6 Prozent, das sich im kommenden Jahr nur leicht auf 2,2 Prozent abschwächt.

Weiterer Aufwind komme auch vom Arbeitsmarkt, wo die Zahl der Erwerbslosen 2008 im Schnitt auf 3,45 Millionen von 3,78 Millionen sinken dürfte. Auch im Staatssäckel werde es wieder kräftig klingeln und erstmals seit Jahren kein Defizit mehr geben.

Für den gesamtstaatlichen Haushalt sagen die Forscher einen Überschuss von 2,2 Milliarden Euro voraus, der im kommenden Jahr auf 8,4 Milliarden Euro steige. Die Forscher legen ihren Konjunkturausblick am Donnerstag offiziell vor.

Mit ihrer Prognose für die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes liegen die Institute im Rahmen der Schätzungen anderer Experten und Organisationen. Das vorausgesagte Wachstum von 2,2 Prozent im kommenden Jahr gilt allerdings als eher optimistisch.

Arbeitslosenquote soll unter acht Prozent sinken

Denn viele andere Ökonomen hatten sich zuletzt wegen des starken Euro, des hohen Ölpreises und der unklaren Folgen der Finanzmarktkrise skeptischer über die künftige Konjunktur geäußert. Bei der Arbeitslosenquote erwarten die Institute den Kreisen zufolge für 2008 erstmals seit langem wieder ein Absinken knapp unter die Acht-Prozent-Marke nach 8,7 Prozent in diesem Jahr.

Im Frühjahrsgutachten im April wurde für beide Jahre jeweils mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Prozent gerechnet. Damals setzte sich die Gruppe allerdings noch anders zusammen.

Nach einer Ausschreibung der Bundesregierung nehmen diesmal vier Konsortien mit insgesamt acht Instituten teil, darunter das Münchner Ifo, das Kieler IfW, das IWH Halle, das Düsseldorfer IMK und das Essener RWI. Erstmals sind auch ausländische Forscher beteiligt: Das KOF aus Zürich sowie die Wiener Wifo und IHS.

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(sueddeutsche.de/Reuters)