Jobflut in der Industrie: In einem Monat sind im Verarbeitenden Gewerbe 150.000 Stellen entstanden - allein im Maschinenbau knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Industrie hat im März so viele Arbeitsplätze geschaffen wie seit mindestens 13 Jahren nicht mehr. Insgesamt stellten die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe 147.500 neue Mitarbeiter ein und haben damit 2,8 Prozent mehr Angestellte als im Vorjahr. "Seit Mitte 2006 geht es hier konstant nach oben", teilte das Statistische Bundesamt mit.

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Volle Auftragsbücher: Im verarbeitenden Gewerbe entstehen reihenweise neue Arbeitsplätze. (© Foto: dpa)

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Dabei war der Maschinenbau erneut das Zugpferd der Entwicklung: Hier wurden 5,8 Prozent mehr Stellen gezählt als vor Jahresfrist. Aber auch bei den metallverarbeitenden Betrieben oder bei Autofirmen hatten Arbeitssuchende gute Chancen, hier stiegen die Beschäftigungszahlen um 5,3 beziehungsweise 2,9 Prozent. Lediglich in der Chemieindustrie wurden 0,1 Prozent der Stellen abgebaut.

Hintergrund des Arbeitsplatzaufbaus sind die vollen Auftragsbücher der Unternehmen, auch wenn die Bestellungen zuletzt vier Monate in Folge zurückgingen. "2008 ist in trockenen Tüchern", sagte Volker Treier, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Der Arbeitsplatzaufbau werde weitergehen, wenngleich nicht in diesem hohen Tempo. Im Jahresschnitt erwartet der Verband mindestens 100.000 zusätzliche Stellen.

Das Statistische Bundesamt berücksichtigt nur Unternehmen mit mindestens 50 Angestellten. Zudem wird die Statistik erst seit 1995 in dieser Form erhoben. Vergleiche mit den Jahren vorher sind daher nicht möglich.

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(sueddeutsche.de/Reuters/jkf/mel)