Die deutsche Wirtschaft hat Ende 2011 einen kleinen Dämpfer erlitten - in den Nachbarländern sieht es noch schlimmer aus. Italien rutscht in die Rezession, und auch die anderen Krisenstaaten sind unter Druck. Selbst starke Volkswirtschaften müssen Verluste hinnehmen. Frankreich kann sich überraschend gegen den negativen Trend stemmen.
Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2011 geschrumpft. Vor allem die Unsicherheiten der Schuldenkrise und der weltweite Konjunkturabschwung bescherten der Wirtschaft einen Dämpfer.
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Die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern ist zum Jahresende 2011 deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. (© dpa)
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Es ist ein europaweiter Trend: In den 17 Euro-Ländern ist die Wirtschaftsleistung zum Jahresende ebenfalls gesunken - erstmals seit zweieinhalb Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im dritten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,1 Prozent gewachsen. Im gesamten Jahr 2011 stieg das BIP im Euro-Raum um 1,5 Prozent.
Zuletzt brach die Wirtschaft im Krisenjahr 2009 in der Euro-Zone ein, dem folgte ein sanfter Aufschwung. Seit dem dritten Quartal 2009 ist die Wirtschaft in den 17 Staaten bislang konstant gewachsen, allerdings nur leicht: maximal um 0,9 Prozent.
In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt zuletzt um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt meldete. In einer ersten Schätzung vom Januar hatten die Statistiker noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,25 Prozent erwartet, der Dämpfer fiel also etwas geringer aus.
Für das gesamte Jahr 2011 berechnete das Statistische Bundesamt ein BIP-Wachstum von 3,0 Prozent für Deutschland. Positive Impulse im Schlussquartal seien ausschließlich von Investitionen ausgegangen. Vor allem der Bausektor habe deutlich mehr Geld investiert als im Vorquartal. Der Außenhandel hingegen schrumpfte und auch die zuletzt starken Konsumausgaben gingen leicht zurück.
Viele schlechte Meldungen von den europäischen Nachbarn
Die französische Wirtschaft überraschte im Schlussquartal 2011 mit einem Plus von 0,2 Prozent. In den Niederlanden schrumpfte das BIP dagegen kräftig. Es sank gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent, auch im Jahresvergleich zeigt sich ein ähnlicher Trend. Der Privatkonsum schwächelte deutlich.
Italien steckt bereits in einer Rezession. Die drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum beschleunigte Ende 2011 ihre Talfahrt und schrumpfte um 0,7 Prozent, bereits im dritten Quartal war das BIP um 0,2 Prozent gesunken. Auch andere Problemländer wie Portugal, Spanien und Griechenland meldeten schlechte Zahlen: In Portugal fiel das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 Prozent und in Spanien um 0,3 Prozent. In Griechenland, das dringend auf weitere Milliarden-Hilfen seiner Geldgeber angewiesen ist, schrumpfte die Wirtschaft binnen Jahresfrist sogar um sieben Prozent.
Zumindest für Deutschland blicken Ökonomen aber zuversichtlich ins Jahr 2012, trotz der relativ schwachen Zahlen. "Die Krise im Euro-Raum bremst das Wachstum in Deutschland voraussichtlich nur vorübergehend. Schon ab der Jahresmitte ist - auch aufgrund von Nachholeffekten - wieder mit kräftigen Zuwächsen zu rechnen", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner.
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(Süddeutsche.de/dpa/dapd/infu/bbr/hgn)
Streit um Parteispitze bei der Linken
über dem Grundrauschen ist kaum nachvollziehbar, es sei denn man unterstellt völlige Inkompetenz in Wirtschaftsfragen.
Ebenso albern sind die allenthalben festzustellenden Absetzbewegungen gegenüber der gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Passen diese doch so hervorragend zu dem gleichzeitigen Lamento über zu geringe Besteuerung von vermögenseinkünften. Kaum zu glauben, daß die meisten diese doch recht einfachen Zusammenhänge nicht verstehen. Da muß man über komplexeres, wie den Zusammenhang zwischen Staatseinnahmen und -ausgaben und die davon abhängigen Parameter garnicht erst diskutieren wollen.
à la M. Beise . Auch habe ich wenig Lust , Ihnen zu erklären , das kleine abc des Kapitalismus zu erklären . Nur so viel dazu : dieses Wirtschaftssystem kann nicht allein damit leben , dass bereits vorhandenes Geld bzw Kapital um- und umgesetzt , sozusagen ständig recycled wird . Das und nichts anderes wäre es aber , wenn der Staat Geld aus bestehendem Vermögen abschöpfte und wieder in den Kreislauf von Produktion - Warenumsatz -Konsum brächte .
Die Banken werden ja schon mit billigem Geld gefüttert , sie geben aber kaum Kredite, sondern bunkern dieses Geld wieder bei den Notenbanken. Warum ? Die Unternehmen fragen Kredite für Großinvestitionen gar nicht nach . Warum ? Weil sie keine Möglichkeiten für profitable Erweiterungsinvestitionen sehen . Sie betreiben die alte Politik der radikalen Kostensenkung weiter. Und die Notenbanken kaufen schon Staatsanleihen, aber nicht für reale Nachfrage, sondern nur um den Wertverfall dieser Papiere aufzuhalten und die darauf sitzenden Banken zu retten.
Der Kapitalismus geht auf Krücken , weil er nicht mehr ausreichend m e h r Geld aus vorhandenem Geldkapital machen kann .
Reicht für den Anfang , oder ...?
"Völlig normal auch , dass Sie auf Argumente nicht eingehen . Drum noch mal : die Konjunkturen wären ohne Staatsverschuldungen und die bezeichneten Blasenbildungen längst schon dahin abgerutscht , wo sie jetzt unvermeidbar hinkommen (Stichwort : mangelnde Kapitalverwertung mangels Wachstum) . Da hilft kein Zaubertrick mit Keynes ."
Ich nehme an, dass Sie sich auf das Vermögen beziehen, was Keynes zur Stützung der Wirtschaft von den übermässig Betuchten "holen will".
Tut mir leid ttoo70, das ist kein Zaubertrick. Es gäbe ohne Verzerrungen auf Basis von Gewinnen auf Vermögen keine Blasenbildung.
Was wollen Sie mit mangelnder Kapitalverwertung mangels Wachstum ausdrücken? (Ich bin kein BWL'er, der lediglich auswendig gelernte Floskeln kennt. Ich VERSTEHE nur, wenn man mir erklärt)
Joouh ! Davon können die Spanier ein Liedchen singen !
Und die wunderbare Geldvermehrung davon gelangte (wie auch anderes) auf Umwegen in die Bunker der EZB , wo die Schrottpapiere sicher gelagert sind .
den von einem anderen übernommen haben (17:16) .
Völlig normal auch , dass Sie auf Argumente nicht eingehen . Drum noch mal : die Konjunkturen wären ohne Staatsverschuldungen und die bezeichneten Blasenbildungen längst schon dahin abgerutscht , wo sie jetzt unvermeidbar hinkommen (Stichwort : mangelnde Kapitalverwertung mangels Wachstum) . Da hilft kein Zaubertrick mit Keynes .
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