Die Konjunktur zieht an, aber von Euphorie kann keine Rede sein: Die Wirtschaftsweisen erwarten 2010 ein stärkeres Wachstum als die Bundesregierung.
Optimistischer als die Bundesregierung: Die fünf Wirtschaftsweisen sagen für das Jahr 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent voraus. Im laufenden Jahr werde die Wirtschaft um fünf Prozent schrumpfen, schreiben die Regierungsberater nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) und des Handelsblatts in ihrem Jahresgutachten. Die Analyse wird am Freitag in Berlin vorgestellt.
Die fünf Wirtschaftsweisen geben sich optimistischer als die Bundesregierung - sie erwarten ein Plus von 1,6 Prozent. Das Bild zeigt den Warenumschlag am Hamburger Hafen. (© Foto: ddp)
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"So erfreulich das Ende der Abwärtsdynamik ist, die deutsche Volkswirtschaft befindet sich konjunkturell nach wie vor in einem tiefen Tal", schreiben die Gutachter. Die leicht positiven Signale für das Jahr 2010 gäben keinen Anlass zu euphorischen Einschätzungen, etwa bei ausgabenpolitischen Spielräumen oder Steuersenkungen.
Für 2010 erwarten die Wirtschaftsweisen damit ein stärkeres Wachstum als die Bundesregierung, die bislang von etwa 1,2 Prozent ausgeht.
Die Zahl der Arbeitslosen werde 2010 im Jahresschnitt auf 3,97 Millionen steigen, heißt es in dem Gutachten. Im laufenden Jahr sei im Durchschnitt mit 3,43 Millionen Erwerbslosen zu rechnen.
Kritik an Steuersenkungsplänen
Die Bundesregierung hatte Mitte Oktober ihre eigene Prognose vorgelegt. Berlin erwartet 2009 ebenfalls einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,0 Prozent.
Kritik üben die Wirtschaftsweisen an den Steuersenkungsplänen der neuen Bundesregierung. "Im Bereich der Einkommensteuer sieht der Sachverständigenrat zwar langfristigen Handlungsbedarf, aber in den kommenden Jahren nicht die Notwendigkeit für tarifbedingte Einkommensteuerentlastungen", zitiert die FTD aus dem Gutachten.
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(sueddeutsche.de/dpa/mel)
Streit um Parteispitze bei der Linken
wenn ich mir einen Kredit von 1 Mio. bekommen würde, hätte ich auch in meinem Konsum einen Aufschwung. Der Abschwung würde aber nicht lange auf sich warten lassen. Wieviele Steuereinnahmen brauchen die westlichen Länder jährlich, um wenigstens die Zinsen zu tilgen? Irgendwann kommt es zu wiedermal zu einer schweren Haushaltssperre und dann?
...die fetten Jahre kommen! :-) ("Der Eulenspiegel")
Optimismus ist hier nur ein Mangel an Information !