In Rüsselsheim und Bochum werden Tausende Arbeitsplätze gestrichen. Und andere Autobauer könnten es der Opel-Muttergesellschaft General Motors gleichtun.
Der US-Konzern will in Europa 12.000 seiner 63.000 Beschäftigten entlassen. Dem Opel-Werk in Rüsselsheim, einer Keimzelle der deutschen Autoindustrie, droht die Schließung.
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Die Verluste seien viel zu groß, hält das Management den entsetzten Arbeitnehmern entgegen, man müsse einfach handeln.
Die Entscheidung bedeutet einen dreifachen Schock: Sie trifft zahllose Familien, die ihre Existenzgrundlage verlieren. Sie beschädigt die Traditionsmarke Opel, die am Ende geschwächt sein wird und deren Zukunft unsicherer ist als je zuvor. Und vor allem ist der Schnitt ein böses Signal für den Industriestandort Deutschland.
Globalisierung live
Der größte Autokonzern der Welt, der außerhalb Deutschlands in sechs EU-Ländern produziert, rechnet auch mit dem Land ab, in dem die Produktion von Autos am teuersten ist.
Im benachbarten Polen liegen die Arbeitskosten einschließlich der Nebenkosten bei nur 15 Prozent des Rüsselsheimer Niveaus. In Schweden schlägt sich eine Arbeitsstunde mit 54 Prozent der deutschen Kosten nieder. In Spanien geht es um ein Drittel billiger.
GM macht den Deutschen schmerzlich klar, was Globalisierung bedeuten kann: den Verlust von Arbeitsplätzen, Druck auf Löhne und Lebensstandard, wachsende Unsicherheit, die Gewissheit, dass der Markt auf das tägliche Leben mehr Einfluss hat als eine Bundesregierung.
Die Öffnung der Grenzen in Europa hat zu deutlichen Vorteilen für die Verbraucher geführt. Zum Beispiel für die Käufer von Autos. In der EU ist der Markt heute weitgehend offen, die Preise sind ungefähr gleich. Das war nicht immer so.
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