Es soll Menschen geben, die "der Wirtschaft" vor allem Schlechtes zutrauen.
Die sich in Verschwörungstheorien ergehen und Führungskräften vor allem Böses zutrauen. Wirtschaft, denken diese Menschen, sei vor allem die Kunst, den Chefs und Eigentümern ein möglichst hohes Einkommen zu sichern, indem man das Unternehmen kaputtspart und notfalls zugrunde richtet.
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Der erste Anschein gab diesen Kritikern bisher recht. Obwohl insbesondere die Konzerne seit zwei Jahren wieder richtig viel Geld verdienen, sahen die Mitarbeiter nur bescheidene Zuwächse - wenn ihre Jobs nicht sogar gestrichen wurden. Nun aber dreht sich das Bild.
Die gute Nachricht zu Frühlingsbeginn 2007 lautet: Den Rekordgewinnen folgt der Aufbau neuer Arbeitsplätze in vielen Bereichen. Den Wirtschaftskundigen kann das nicht überraschen.
Deutschland erlebt einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung, der immer mehr Bereiche erfasst - und das nicht ohne Grund: Die Wirtschaft hat, bedingt durch eine schwache Weltkonjunktur und den stetig wachsenden internationalen Wettbewerb, einige schwere Jahre hinter sich. In dieser Zeit haben die Firmen - viel gescholten - richtig reagiert.
Sie haben überflüssige Strukturen abgebaut, sich saniert und neu ausgerichtet. Derart gestärkt kommen sie nun ins Geschäft zurück. Zurecht fordern Arbeitnehmer ihren Teil an diesem Erfolg. Kluge Arbeitgeber werden dies nicht verwehren, freilich möglichst so flexibel, dass für schlechtere Zeiten vorgesorgt ist.
Denn eines ist sicher: Nie war die Herausforderung durch die weltwirtschaftliche Konkurrenz so groß wie heute. Wer jetzt glaubt, auf Kosten keine Rücksicht mehr nehmen zu müssen, landet rasch in der nächsten Krise. Auch das gehört zum Bild der Wirtschaft.
(SZ vom 22.3.2007)
Mubarak-Prozess in Ägypten
Sehr geehrter Herr Redakteur Beise,
die Franken-Redaktion der Süddeutschen Zeitung (Büro Nürnberg) blockiert Informationen über Siemens-Kriminalität in Erlangen und Franken! Näheres dazu unter: Tel. 0911/5187681 oder Email: RMunzert@t-online.de
Beste Grüsse Dr. Reinhard Munzert , Erlangen.
Die Verschwörungstheorien bestätigen Sie selbst am anschaulichsten. Hätte man den zugrundeliegenden Beitrag (mehr Arbeitsplätze) solide recherchert (also unter Berücksichtigung der Zukäufe und den damit verbundenen Arbeitsplätzen sowie die zukunftspläne hinsichtlich der zugekauften Firmen), ja hätte, hat man nicht - weshalb, um die eigene "Ideologie" mit angeblich reinen Fakten belegen zu können ?
So setzen sie sich selbst dem Vorwurf einer "Verschwörungstheorie" aus.
was meiner Ansicht nach irrelevant ist: "die" Wirtschaft wird Arbeitsplätze nur insoweit schaffen, als sie den eigenen Zielen dient und das bedeutet heutzutage eben höhere Rendite. Dass sich die Vorstände in der Öffentlichkeit angegriffen fühlen, sollte durch ihre erheblichen Gehälter ausgeglichen sein - oder soll die Öffentlichkeit auch noch Blumensträuße binden und übergeben und Konfetti streuen ?
Bei Ihrem Kommentar müssen Sie sich fragen lassen,sind Sie ein mindestens Abteilungsleiter oder gar Manager?
Der durschnittliche Arbeitnehmer bzw.Angestellte freut sich über jede noch so kleine Lohnerhöhung,nach der Durststrecke der letzten 3 Jahre.
Oder haben Sie vergessen wie die Wirtschaft einstimmig tönte"Wir haben so und soviele Milliarden Gewinn gemacht" bei gleichzeitiger Feuerung von tausenden Mitarbeitern.
Fazit:
Kommentieren Sie nicht immer das offensichtliche einer Meldung sondern vergleichen Sie indestens 5 Jahre rückwärts alle gesehen!
mal ein Beitrag, der die Realität nicht ausser Acht lässt. Was die Gewerkschaften und andere Sozialschwärmer an blauäugigem und naiven Unsinn verzapfen, halte ich seit langem nicht mehr aus. Es ist doch klar, dass ein Unternehmen kein Sozialverein ist, sondern primär Gewinn abwerfen muss. Sonst gibt es das Unternehmen nämlich ganz schnell nicht mehr. Insbesondere der deutsche Durchschnittsbürger, der bei ALDI oder anderen Rammschläden einkauft und buchstäblich auf jeden Cent mehr oder weniger guckt, kann sich nicht beklagen, wenn ihn nachher sein Arbeitgeber feuert, weil der halt auch auf jeden Cent guckt.
Es ist sehr beruhigend, solche Stimmen der Vernunft auch auf der Website der sonst etwas linkslastigen SZ - und nicht immer nur bei der FAZ - zu lesen. Vielen Dank!