Von Von Ulf Brychcy

für Hartmut Mehdorn gilt nur ein Ziel: Die Deutsche Bahn soll unter seiner Führung an die Börse gebracht werden.

Ginge es nach ihm, dann wäre es schon 2006 so weit. Der Vorstandschef der Bahn will sich so von den verkehrspolitischen Zwängen befreien. Und er will für den Transportkonzern eine verlässliche finanzielle Zukunft schaffen.

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Da der Eigentümer Bund immer weniger Mittel für das Schienennetz der Bahn bereitstellt, soll der Verkauf von DB-Aktien helfen. Mehdorn beansprucht den milliardenschweren Emissionserlös daher allein für sein Unternehmen.

Diese Ausrichtung ist weiterhin umstritten, bei Verkehrspolitikern aus Regierung und Opposition ebenso wie bei Finanzminister Hans Eichel, der auch auf die Privatisierungserlöse der Deutschen Bahn schielt.

Ungeachtet dieser Widerstände stellt sich die Frage, ob der Konzern tatsächlich in einem Jahr kapitalmarktfähig sein kann.

Derzeit deutet wenig darauf hin. Die Rentabilität ist zwar jetzt erreicht, aber gemessen am Umsatz von rund 24 Milliarden Euro deutlich zu niedrig.

Es drückt eine Schuldenlast, die sich bereits vor gut einem Jahr auf 27 Milliarden Euro summierte. Und die Bahnkonkurrenten, die Mehdorn gern als "Rosinenpicker" diffamiert, setzen dem Unternehmen immer heftiger zu.

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(SZ vom 17.03.2005)