Von Michael Bauchmüller

Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW in Bedrängnis: Energiepolitiker von Union und FDP wollen den Konzernen den Einfluss auf ihre Stromnetze nehmen.

Die Koalition wolle "die deutschen Übertragungsnetze in einer unabhängigen und kapitalmarktfähigen Netzgesellschaft zusammenführen", heißt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung im Abschlusspapier der Koalitions-Arbeitsgruppe Wirtschaft.

Strom, Energiekonzerne, ddp

Kommt mit der neuen Regierung auch eine bereits früher angedachte "Netz AG"? (© Foto: ddp)

Anzeige

Eine solche "Netz AG" hatte schon die Vorgänger-Koalition erwogen, aber nicht durchgesetzt.

Damit würden die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW ihren Einfluss auf das jeweilige Übertragungsnetz verlieren. Auch wäre Deutschland nicht länger in vier Regelzonen aufgeteilt. In jeder dieser Zonen wird gesondert die Stabilität der Stromversorgung gesichert. De facto ließe sich das auch in einem Netz machen.

Ob die Konzerne an der Netzgesellschaft beteiligt sein dürfen, geht aus dem Papier nicht klar hervor.

Leser empfehlen 

(SZ vom 17./18.10.2009/mel)