SZ: Flugreisen in den Süden oder das Autofahren müssen teurer werden?
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De Boer: Menschen hassen es, Freiheiten zu verlieren. Aber wenn man ihnen erklärt: Ihr könnt das alles tun, aber erwartet nicht, dass die anderen dafür zahlen, wird die Botschaft akzeptabler. Von mir aus kann jeder Erdbeeren im kältesten Winter essen. Aber es ist doch fair, wenn man dann auch den hohen Preis für Energie und Emissionen zahlt. Das Kuriose ist doch: Viele Menschen finden Klimapolitik sehr wichtig - aber nicht auf Kosten ihres eigenen Lebensstils. Das kann nicht klappen.
SZ: Die internationalen Klimaverhandlungen stocken - auch weil sich die USA lange gegen einen Pakt gesträubt haben. Wird Präsident Barack Obama das ändern?
De Boer: Der Wechsel im Weißen Haus ist für die Klimapolitik sehr wichtig. Alles, was Präsident Obama sagt, deutet darauf hin, dass er eine Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen, dass er an internationalen Verhandlungen teilnehmen und dass er Entwicklungsländern die Hand reichen und ihnen helfen will.
SZ: Der Streit zwischen Entwicklungs- und Industrieländern ist zuletzt eskaliert. Sie sprechen von einer historischen Schuld der reichen Welt. Warum?
De Boer: Es gibt in der Klimapolitik einen deutlichen Vertrauensverlust zwischen Reich und Arm - leider nicht ohne Grund. Vor allem die USA verlangten unter Präsident Bush zuletzt von Ländern wie China, Indien und Brasilien, exakt die gleichen Schritte wie die Erste Welt zu unternehmen. Aus der Perspektive von Entwicklungs- und Schwellenländern ist das unfair. Schließlich haben Industrienationen das Klimaproblem zum Großteil selbst verursacht - durch die industrielle Revolution und ihr Wachstum zu enormem Wohlstand.
SZ: Vor gut einem Jahr haben Sie 150 versammelten Ministern bei der Klimakonferenz in Bali mit Hausarrest gedroht, wenn sie sich nicht einigen. Wen nehmen Sie nun ins Gebet?
De Boer: Die Industrieländer müssen Verantwortung übernehmen. Sie müssen die Emissionen um 20 Prozent reduzieren - ohne Vorgaben für die Dritte Welt. Aber sie sollten Anreize setzen und ihren Beitrag dann auf 30 Prozent erhöhen, wenn Entwicklungsländer beim Klimaschutz mitmachen. Und sie müssen ihnen beim Klimaschutz finanziell helfen. Europa wird wohl im März ein solches Paket vorlegen. Dann lässt sich guten Gewissens sagen: Seht her, wir tun was. Was ist euer Beitrag?
SZ: Sie müssen in den nächsten Monaten Ölförderländer wie Saudi-Arabien und bedrohte Pazifikinseln, Industrienationen und solche, die es werden wollen, im Kampf für ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll unter einen Hut bringen. Plagt Sie die Angst vor dem Scheitern?
De Boer: Nein, nicht vor dem Scheitern. Aber davor, dass wir auf der Konferenz in Kopenhagen zu viel wollen und dann nicht genug schaffen. Mein größter Albtraum ist, dazustehen wie mein guter Freund Pascal Lamy, der Chef der Welthandelsorganisation WTO. Die macht ergebnislos weiter. Das darf nicht passieren - dann hätte die Welt ein Problem.
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- Energie Klimaschutz in Not 18.11.2008
- Emissionshandel Finanzkrise vs. Klimaschutz 10.10.2008
- Klimaschutz Kemferts Rechnung 10.09.2008
(SZ vom 03.02.2009iko)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Nachhaltiges Wirtschaften muß evolutionsprozess-logisch angepackt werden. Nur so kommen wir zu einem selbstläuferischen, dominomächtigen Umsteuerungs- und Entwicklungsprozess.
Wo ist evolutionsprozess-logisch anzusetzen?
Wir müssen nur die Kostenschere für die Produktionsfaktoren Arbeit einerseits und Energie-und-Kapitalstock andererseits durch umfinanzierung der staatlichen und sozialen Leistungen umkehren, sowie den Produktivitätsfortschritt nicht mehr über Lohnerhöhungen verteilen, sondern durch ein jährlich steigendes Zweiteinkommen für Jedermann ( = EPIKUR-Projekt), das ebenfalls aus der Anhebung der Energie- und Kapitalstocksteuer finanziert wird. Und das nicht nur auf nationaler sondern auch auf globaler Ebene.
Angela Merkel steuert mit ihrem DRITTEN Weg auf diese nachhaltige Wirtschaftsweise in einer evolutionsprozess-logisch folgenden Weltordnung des KREATIVEN zu. Sie hat die Evolutiionsprozess- und Chaosphysik und die Ableitungen daraus für das Steuerungssystem des Fortschrittsprozesses drauf, nach der dieses Übergangsprojekt zu gestalten ist. Angela Merkels Rede in Davos kann als das Ereignis und der 30.1.2008 kann als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem offiziell das Übergangsprojekt in die globale Diskussion eingeführt wurde - und dass an diesem Tag das neue Kapitel in der Menschheitsgeschichte aufgeschlagen wurde.
Dieser sogenannte "Klimaschutz" wird also weiterhin unsere Umwelt zerstören.
Irgendwann wird es zu spät sein und man merkt, dass man aufs Klima keinen Einfluss hat, aber auf die Umwelt schon. Nur wird dann von letzterer nichts mehr übrig sein, weil Billionen von Dollar in den "Klimaschutz" gesteckt wurden und für den den wahren Umweltschutz nichts mehr übrig bleibt.
könnte man das Sparen gleich damit anfangen, den Herrn De Boer in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Dann käme es vielleicht soweit, daß nicht 10 Tausend Klimaschützer sich alljährlich für ein paar Wochen in Traumlandschaften einmieten müssen um dort "Protokolle" zu entwerfen.
Die Ursachenforschung für den Klimawandel ist immerhin noch kontrovers geführt, die Diskussion über deren Folgen mindestens auch, sodaß es nicht einsehbar ist, den Unsinn weiterzubetreiben.
Zum Beispiel: Klimaschutz durch bessere Dämmung: ansich richtig, aber auch das gibt es nicht zum (CO2-) Nulltarif. So wie "bessere Autos" und sonstiges. Wer 80% Reduzierung einfordert, der scheint schon jetzt das Holz der Tropen zu verkaufen!
Wenn wir(und damit meine ich nicht die ökos sondern Menschen der "1. Welt") nicht bald eine grundsätzlich neue Einstellung zu Konsum und Besitz bekommen ist der Klimawandel am ende unserer Generation (1980-2000 geboren) soweit fortgeschritten, dass selbst in Holland die besten und größten Deiche nicht mehr halten und wir von vielen pazifischen Inseln gar nicht mehr zu sprechen brauchen.
Auch wenn viele Länder einzelne Ziele vorantreiben, muss sich an der Einstellung was ändern. Zwar sind wir die "Krone der Schöpfung" aber brauchen wir wirklich pro Bundesbürger einen Durchschnitt von fast einem halben Kilo Fleisch am Tag?
Braucht man im Leben 6 Autos? 11 Computer? Zu jeder Zeit verfügbare Bilder aus Timbuktu?
Wir müssen uns mit weniger zufrieden geben, dafür aber glücklicher sein.
Wie das geht ist eine gute Frage.
Was die Wirtschaft davon hält ist ja klar :-), aber so nur ist der klimawandel aufzuhalten.
In der "2. und dritten Welt" sind diese Maßnahmen nicht nötig. Das weiss man ja.
Damit hat dieser Herr sich selbst disqualifiziert.
Ich kann diesen Satz nicht mehr hören. Auch ohne den Menschen, gäbe es einen Klimawandel. Denn hat es seit der Entstehung der Erde gegeben. Der Mensch beschleunigt nur den Prozess. Und wenn man über den Wandel des Klimas spricht, so muss man sagen, dass wir die Beschleunigung nicht weiter vorranschreiten lassen dürfen. Das wäre richtig gewesen.
Der Erde ist es egal, ob es durchschn. paar Grad wärmer oder kälter geworden ist. Dem Menschen aber nicht, da in vielen Regionen sich die landwirtsch., industrielle Art nicht mehr funktionieren würde (was zu Hungersnöten führt).